Am vergangenen Samstag luden uns die Meckenheimer in ihre selbst ernannte grüne Hölle ein. Gut, grün mögen wir ja auch, also kommen wir gerne. Die Vorzeichen versprachen ein spannendes Spiel: beides Aufsteiger, beide sehr gut in die Saison gestartet, kaum verletzungs- oder krankheitsbedingte Ausfälle.

Die Anreise wurde trotz staugeplagter A61 gemeistert. Es gab sogar Spieler, die so heiß auf das Spiel waren, dass sie über 2 Stunden vorher schon in der Halle standen 😉 Erste Ernüchterung bei der Fanbase: unsere 2 Fans hatten den gefühlt 200 Fans (mindestens…) und einer lautstarken Musikanlage der Meckenheimer leider nichts entgegenzusetzen. Dafür ein großes Lob: so ein gute Stimmung gibt es in einigen Spielen höherer Ligen nicht mal ansatzweise.

Nach dem obligatorischen Aufwärmen sollte es auch schon beginnen. Der 1. Satz hielt, was die Vorzeichen versprochen haben. Es war ein enges Kopf-an-Kopf-Rennen. Kaum eine Mannschaft konnte sich deutlich absetzen. Am Ende holten die Meckenheimer mit einem Quäntchen mehr Glück (oder Siegeswillen) den Satz mit 26:24.

„Ok, dann eben im zweiten.“ So, zumindest der gedachte Ansatz. Was dann kam, ist in Worten kaum zu beschreiben. Nennen wir es einfach mal eine Schwächephase, die einen ganzen Satz lang gedauert hat. Der Endstand von 15:25 war sogar noch schmeichelhaft für uns.

Im dritten Satz konnten wir unsere Annahme wieder stabilisieren und den Meckenheimern deutlich mehr Gegenwehr zeigen. Wir haben gut mitgespielt, aber eben nur das. Wir konnten unser Spiel dem Gegner nicht aufzwingen, der, beflügelt durch den 2. Satz, einige starke Abwehr- und Blockaktionen zeigen konnte. Nicht unverdient gewinnt Meckenheim den Satz 25:21 und damit das Spiel.

Die Herren 4 ist nach der vorangegangenen grandiosen Saison und dem starken Ligastart nun endgültig auf dem Boden der Tatsachen angekommen. Eine 0:3-Niederlage hat man schon lange nicht mehr hinnehmen müssen. Nun heißt es, die psychischen Wunden zu lecken und in der kommenden Trainingswoche Ar*** aufzureißen, denn schon am kommenden Sonntag wartet mit dem FCJ Köln II wieder ein junges, gieriges Team auf uns.

 

Für den TVA spielten unter Interimscoach Mario Langer:

Wolf Kleemann, Björn Derpa, Alexander Roozen, Tilmann von Pidoll, Trosten Fricke, Sven Hofmann, Christian Znamenacek, Tobias Lindenberg, Kai Derpa, Steffen Zindler, Manuel Croon und Steffen Probst

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