(TVA IV vs. Neptun Aachen II 3:1 25:14/25:19/24:26/25:18)
Nach den spielfreien Ferienwochen, die ausgiebig zur Trainingsarbeit genutzt wurden waren, stand für die Herren IV des TVA Hürth am vergangenen Sonntag endlich wieder ein Saisonspiel auf dem Plan. Große Teile der Mannschaft hatten sich bereits durch Schiedsrichter- und Fanaktivitäten bei den Heimsiegen der eigenen Damen II und Herren V mental und motivational auf das kommende Spiel vorbereitet und direkt auch Georgij und Oli aus der Herren V miteingepackt, um den eigenen Kader zu unterstützen, in dem mit Patrik Zimbo Zimmermann und Manu Croon wieder einmal zwei ungelernte Zuspieler für die Ballverteilung verantwortlich waren.
Nach verhaltenem Start während der ersten Punkte, legte die Mannschaft spätestens mit Tobi Lindenbergs starker Aufschlagserie von 10 Punkten den Turbo ein. Obwohl die Aachener innerhalb dieser Zeit zweimal wechselten und eine Auszeit nahmen, gelang ihnen dank der druckvollen Aufschläge, im Spielaufbau nur wenig Gefährliches, sodass mehr als einmal „Fischenicher Block; da kommst du nicht vorbei!“ durch die Halle tönte und sich auch die neutralen Linienrichter des Meckenheimer SVs mitreißen ließen, in den originellen Anfeuerungsruf der TVAler zumindest gestisch miteinzufallen. Und kamen die Bälle trotzdem einmal wieder zurück, wurden sie meistens erfolgreich durch den eigenen Angriff verwandelt. Erste Pässe passten, Verteilung passte, Angriffe passten, Block passte. Alles passte, sodass der erste Satz nach einer Viertelstunde mit 25:14 eingetütet war.
Im zweiten Satz schlug dann der Gegner von der Feldseite mit deutlich mehr Freifläche hinter der Grundlinie auf, was sich in unangenehmen Floatern bemerkbar machte, die den Fischenichern anfangs einige Probleme bereiteten. Dank gefährlicher Aufschläge von Jens Duncker und konzentriertem Spiel auf allen Positionen wurde ein 1:5-Rückstand in eine 7:5-Führung umgewandelt. Durch die Auswechslung des angehenden Dreifachvaters Martin Schlösser trug nun über Position IV auch der angehender Brand-schutz-meister Leon Kribbler durch starke Angriffe dazu bei, dass sich der TVA einen immer größer werdenden Vorsprung erarbeitete. Souverän und routiniert wurde der Satz mit 25:19 zu Ende gespielt, wobei man sich nicht von den Aachenern aus der Ruhe bringen ließ, die viel Energie aufs Lamentieren und Hadern mit Schiedsrichterentscheidungen verwendeten.
Spieltagskönig Manu der 1.!

Spieltagskönig Manu der 1.!

Der nächste Satz hätte gerne der letzte sein dürfen, was auch dem Wunsch von Coach Tobi Goerlich entsprochen hätte. Leider sollte er mit seiner Prophezeiung recht behalten, dass der Gegner genau dies nun mit aller Kraft zu verhindern versuchen würde und der dritte Satz  der schwerste des Tages werden sollte. Einige Unkonzentriertheiten in der Annahme und gestellte Bälle, denen ein Meter an Länge fehlte, erlaubten es den Aachenern, zu punkten, sodass der Satz über weite Teile ausgeglichen war. Aufseiten der Hürther stabilisierte sich die Annahme zunehmend und die Angriffe, die überwiegend über Martin, Tobi und Blu-men-mann Alex Roozen auf den Außenpositionen bzw. bei letztgenanntem auch omnipräsent über Rückraum I erfolgten, fanden nun auch immer häufiger den Boden des gegnerischen Feldes oder zumindest eine Blockhand, von der der Ball ins Aus abgelenkt wurde. Weil zudem die Mittelblocker Sven Hofmann und Jens die gegnerischen Angreifer vor schwer überwindbare Block-Probleme stellten und gelegte Bälle von Libero Steffen Probst katzenhaft gesichert wurden, hatten die TVAler beim Stand von 24:21 drei Matchbälle. So hätte das Spiel nach ziemlich genau einer Stunde beendet sein können, hätten die Aachener nicht mit einer kämpferischen Leistung die Matchbälle abgewehrt und ihren ersten Satzball zum 24:26 erfolgreich verwandelt.
Der vierte Satz begann ähnlich eng wie der vorherige. Da die Aachener in der zweiten Rotation dank einer sehr konzentrierten Leistung auf der anderen Feldhälfte keinen Aufschlag mehr durchbrachten und auch die Auszeiten beim 15:18 und 16:21 keinen Erfolg brachten, besiegelte ein Blockpunkt zum 25:18 den 3:1-Erfolg der weiterhin ungeschlagenen Hürther. Lautstarker Jubel folgte, wobei an dieser Stelle die wieder einmal überragende Stimmung von außen hervorgehoben werden muss. Neben den Auswechselspielern sorgten hierfür während des gesamten Spiels vor allem auch die Spieler- und Trainerfrauen Eva und Lilo, Edelfan und Fotobeauftragter Rolf und der demnächst hoffentlich wieder fitte Jano.
In der Nachbesprechung bescheinigte Coach Tobi der Mannschaft eine kämpferische Leistung und eine gute Moral im vierten Satz, der gezeigt hätte, dass man auch nach unglücklich verlorenen Sätzen wieder zurückkommen könne. Diese Fähigkeit wird im Laufe der Saison enorm wichtig bleiben, um dem eigenen Anspruch, ganz oben mitzuspielen, weiterhin gerecht zu werden. Eine Krone für Croon verlieh Coach Tobi der Person, die seiner Meinung nach bei diesem Spiel die meisten Kilometer zurückgelegt und damit einen wichtigen Teil zum Sieg beigetragen hatte.
Derzeit steht die Vierte des TVA auf dem zweiten Tabellenplatz, wobei man bisher ein Spiel weniger gespielt hat als der Rest der Tabellenspitze. Das nächste Spiel steht am 12. November in heimischer Halle gegen den Tabellendritten Meckenheimer SV an.
Für den TVA Hürth Volleyball spielten: Leon Kribbeler, Steffen Probst, Alex Roozen, Tobias Lindenberg, Sven Hofmann, Martin Schlösser, Jens Duncker, Patrik Zimbo Zimmermann, Oli Greb, Georgij Michel und Manuel Croon.
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