Der zarte Hauch von Knieschonermief, der deine Nase umspielt. Das anmutige Ratschen von reißendem Tape. Süße kleine Staubflusen, die sich liebevoll an dein Trikot schmiegen, wenn du zum Pancake rutschst. Das gute Gefühl, wenn der Körper elegant auf den Hallenboden kracht. Der liebliche Klang der Schiripfeife…

Ob wir es vermisst haben…? möglicherweise ein klitzekleines bisschen…

Ob wir vor dem Spiel vielleicht alle minimal aufgeregt waren, vor der Dürener Halle standen und ungefähr 5 x gefragt haben “Wo bleibt denn Geriiii?”? Eventuell…

Ob wir vielleicht den Start des ersten Satzes vor Nervosität erstmal voll verpasst haben? Könnte sein… Ob wir vielleicht vor Aufregung jeden ankommenden Dankeball entweder 3 m vom Netz entfernt oder 3 m dahinter platziert haben…? Wer weiß…

ABER DANN… Nach einigen Minuten voller Unsicherheit und Zitterei konnten wir Düren unseren Rhythmus aufzwingen und das Tier in uns von der Leine lassen. Und das tat vor Allem Mittelblockerin Maja Dirks am Aufschlag, jagte den Gastgeberinnen einen gefährlichen Service nach dem anderen ins Feld und was der Aufschlag nicht allein vollbrachte, ergänzte die Hürther Blockmauer, die in diesem ersten Satz so ziemlich jeden Dürener Ball entschärfte. Dazu ein paar hübsche Angriffe und schon stand es 15:25 für den TVA.

Satz 2 und 3 verliefen größtenteils genau so. Zurückhaltender Start, der Düren zunächst Höhenluft schnuppern ließ und dann plötzlich heißlaufende Motoren, die die Gegnerinnen keine Chance mehr ließen. Ein Doppelwechsel im dritten Satz brachte das Debut von Zuspielerin Sonja Rademacher, die ihre Angreiferinnen auch direkt gut in Szene setzte. Mit 18 und 21 Gegenpunkten gingen die Sätze nach Hürth und machten den erfolgreichen Saisonstart perfekt.

Den Sieg brachten zu einem großen Teil sehr druckvolle Aufschläge, stabile Annahmeleistungen, aber auch die positive Stimmung die trotz der anfänglichen Rückstände konstant hoch blieb, sowohl auf als auch neben dem Feld. Alles in allem ein rundum gelungener Start und einer Leistung, die einen auf ‘mehr’ freuen lässt. Mehr davon dann am Samstag, 30.10., 15 Uhr, vor heimischem Publikum.

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