Ein Plan geht voll auf
Foto: VolleyballFREAK
Von Marco Führer
Rhein-Erft-Kreis. Mit einem fast makellosen Sieg startete die erste Herrenmannschaft des TVA Hürth in das neue Volleyball-Jahr der Dritten Liga West. Gegen ART Düsseldorf setzten sich die Hürther in der heimischen Friedrich-Ebert-Realschule klar und deutlich mit 3:0 (25:18, 25:23, 25:23) durch. Er habe wenig wechseln müssen, weil seine „Starting Six“ und der Libero so gut gespielt hätten, sagte Trainer Tobias Goerlich. Zweieinhalb von drei Sätzen stand Goerlichs Startaufstellung auf dem Platz und dominierte den Gegner nahezu nach Belieben.
Den ersten Satz entschieden die Hürther mit kleinen Breaks für sich. Kleine Schwierigkeiten hatten die TVA-Spieler nur im zweiten Satz – jedenfalls bis zur Satzmitte. Den Rückstand beseitigte Philipp Wynands dann mit einer Aufschlagsserie. „Knapp und kämpferisch“ konnten die Hürther auch den dritten Satz für sich entscheiden, wie Coach Goerlich voller Freude beschrieb. „Unser Plan war es, mit druckvollen, aber kontrollierten Aufschlägen Düsseldorf in der Annahme zu beschäftigen“, erläutert Goerlich.
„Erik Grimm hat sehr gut und überlegt Regie geführt“
Tobias Goerlich, Trainer TVA Hürth

Der Plan sei schließlich auch aufgegangen: Die Düsseldorfer konnten deshalb nicht über die Mitte spielen und wichen auf die Außenangreifer aus, zwei davon waren Linkshänder mit unorthodoxer Spielweise. „Darauf konnten wir uns aber gut einstellen.“ Goerlich hob besonders die Leistung von Zuspieler Erik Grimm hervor, er habe „sehr gut und überlegt Regie geführt“.

Der zum Most Valuable Player ernannte Grimm nutzte mit gekonnten Angriffen die gegnerische Schwächen aus. Er finde es super, dass das Team trotz kleiner Fehler am Anfang die Ruhe bewahrt habe, sagt Goerlich. „Der Sieg ist auch ein Verdienst der guten Trainingswoche.“ Die Mannschaft sei bei den Testspielen und dem Training am Donnerstag konzentriert und fleißig gewesen. Ihre starke Leistung wollen die Hürther auch beim nächsten Spiel gegen die Tecklenburger Land Volleys beibehalten.

Auch die zweite Herrenmannschaft des TVA begann das neue Jahr mit einem Sieg. Der Regionalligist besiegte Blau-Weiß Aasee mit 3:1 (25:14, 30:28, 22:25,25:12). Dabei starteten die Hürther unter denkbar schlechten Voraussetzungen in das Spiel: Zwar waren sie auf dem Papier Favoriten. Bedingt durch die lange Winterpause hatte der TVA II aber nur ein Vorbereitungstraining.

Außerdem musste Trainer Markus Bosch mit einigen Ausfällen kämpfen. Sein Kader war auf sechs Spieler plus Libero zusammengeschrumpft. „Mein Wechselkontingent war also schon vor Spielbeginn erschöpft und es war klar, dass sich niemand verletzen durfte“, sagt Bosch.

Die Mannschaft schaffte es trotzdem, nahezu das ganze Spiel zu dominieren. Vor allem in den Sätzen eins und vier spielten die Hürther sehr souverän. Viel Druck im Aufschlag und Angriff sorgten für einen deutlichen Punktevorsprung.

In den Sätzen zwei und drei hingegen spielte Boschs Mannschaft inkonsistent mit vielen unnötigen Fehlern. „Und Aasee hat dann natürlich die Chance gewittert, das Spiel noch zu drehen und Punkte gegen den bevorstehenden Abstieg einzufahren.“

Die Erfahrung der Hürther und die laut Bosch „überragende Angriffsquote“ von Außenangreifer Rudi Born führten schließlich aber doch noch zu einem verdienten Erfolg. Zum MVP wurde Kapitän und Zuspieler Martin Hansen ernannt. Nächster Gegner des TVA II ist die zweite Herrenmannschaft des Dürener TV, derzeit Tabellensiebter.

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