VON ANNA NEUBER
Hürth. Die Volleyballer vom TVA Hürth II haben die 1:3- Pleite beim Saisonfinale gegen Meister SG Mondorf verdaut, aber als Tabellenzweiter noch die Chance, über die Relegation in die Dritte Liga aufzusteigen. Dennoch liegt dem Team um Trainer Tobias Goerlich etwas schwer im Magen: Bremen 1860, Gruppenzweiter der Regionalliga Nordwest, wählte ausgerechnet den heutigen Freitag (20.30 Uhr, Universitätshalle) für das Hinspiel. “Wir sind natürlich ganz und gar nicht begeistert, dass wir die Jungs bedingt durch diesen ungünstigen Termin dezimiert ins Hinspiel schicken müssen”, betont Hürths 1. Vorsitzender Daniel Kuhn. Vier Spieler werden in Bremen berufsbedingt fehlen. Spiel zwei wird am Sonntag (14 Uhr) in Hürth ausgetragen.
“Wir haben Protest gegen diese Ansetzung eingelegt, aber der wurde abgelehnt”, erklärt Tobias Goerlich, der die Situation akzeptieren muss: “An dem langen Wochenende wird die A 1 voll sein, da müssen wir jetzt durch.”
Die Vorbereitung auf die beiden Relegationsspiele sei aufgrund der Osterferien keine einfache gewesen. “Darüber hinaus waren auch einige Spieler beim Beach-Turnier in Riccione als Trainer eingespannt”, so Goerlich.
Tobias Goerlich setzt auf eigene Stärken
Der Coach baut wie schon in der Regionalliga-Saison auf die eigenen Stärken. Wohl auch, weil über das Bremer Team kaum brauchbares Videomaterial zur Verfügung steht. “Wir können den Gegner nur bedingt einschätzen, daher gilt der Fokus unserem eigenen Auftritt.”
Die Bremer um Trainer Martin Zahl, die mit 13 Siegen aus 18 Spielen 38 Punkte holten, absolvierten unter der Woche noch einen Test gegen Baden, das um den Aufstieg in die Zweite Liga spielt. Meister im Nordwesten wurde MTV 48 Hildesheim (47).
Positiv stimmt Goerlich das Heimspiel am Sonntag in der Friedrich-Ebert-Realschule. “Wir freuen uns sehr auf das Rückspiel vor eigenem Publikum”, verspricht Goerlich den Zuschauer einen spielerischen Leckerbissen. Es wird einen DJ geben, der für musikalische Unterstützung sorgt. “Die Halle muss Drittliga-tauglich sein, daher gibt es besondere Auflagen”, so Goerlich. Der Eintritt kostet drei Euro, ermäßigt zwei.
Doch vorher machen sich die Hürther auf den Weg nach Bremen. “Die Ansetzung ist unglücklich, aber zu akzeptieren”, so Kuhn. Auch Goerlich hat sich mit den Umständen abgefunden: “Wir gehen das positiv an, das wird die Mannschaft noch enger zusammenschweißen. Wir wollen unbedingt in die Dritte Liga aufsteigen und sehen uns gut aufgestellt.” Los geht es um 13 Uhr Richtung Bremen nach dem Motto: “Jetzt erst recht.”
Quelle: Kölnische Rundschau, Anna Neuber, 28.04.2017
Foto: Rolf Lindenberg