TVA Hürth gewinnt 3:0 in Delbrück – Reserve fehlt beim 1:3 in Aachen die Genauigkeit
Delbrück/Aachen. Auf diesen Befreiungsschlag hat der TVA Hürth lange gewartet. Der Volleyball-Mannschaft von Gerd Aurbach gelang am Wochenende mit dem 3:0-Erfolg (25:20, 25:18, 25:22) gegen den direkten Kellerkonkurrenten DJK Delbrück ein Mutmacher im Abstiegskampf der 2. Bundesliga Nord. Es ist erst der zweite Saisonsieg für die Lachse, der TVA hatte sich zuvor nur gegen Aufsteiger SV Warnemünde durchgesetzt (3:2), am 30. September 2017.
Nach dieser langen Durststrecke wirkte der Hürther Trainer daher entsprechend gelöst. Aurbach fielen zentnerschwere Steine vom Herzen: “Dieser Sieg ist unfassbar wichtig für unsere Moral und macht uns Mut.” Schließlich schleicht sich der Tabellenletzte aus Hürth (jetzt neun Zähler) damit an Delbrück vorbei und übergibt die rote Laterne an die DJK. Hürth ist zurück im Abstiegskampf. “Es macht endlich wieder Spaß, auf die Tabelle zu gucken. Das tat richtig gut, auch wenn es nur eine kurze Momentaufnahme ist”, erklärte Aurbach.

Auf fremden Terrain gelang es den Hürthern, den vom Coach gewünschten Kampfgeist sofort zu zeigen. Die Gäste führten schnell 8:1 und gewannen den ersten Satz 25:20. “Wir waren stabiler als sonst, es kam zudem weniger Druck vom Gegner”, analysierte der TVA-Trainer. Delbrück wackelte, und Hürth bekam dadurch “mehr Chancen in der Abwehr”, so Aurbach. Gestärkt durch den Satzgewinn, behielten die Hürther die Nerven, sie legten die Brechstange beiseite und setzten auf die eigenen Stärken. 

Eine davon ist aktuell Simon Forster. “Man spürt, dass er der Mannschaft gut tut und Sicherheit ausstrahlt”, freute sich Aurbach. Auch der zweite und dritte Satz ging an den Gast, der sich im Kampf um den Klassenerhalt erfolgreich zurückmeldete. “Das war ein toller Erfolg, die Stimmung ist super”, so Aurbach. Doch auch die direkte Konkurrenz punktete: Dem TuB Bocholt gelang ein 3:1-Heimsieg gegen Essen. 

Mitten drin im Abstiegskampf befindet sich auch die Reserve aus Hürth, die im Kellerduell gegen Post Telekom SV Aachen am Samstag leer ausging. Sie verlor “verdienterweise gegen einen engagierteren Gegner”, so Trainer Tobias Goerlich, und zwar mit 1:3 (23:25, 30:28, 20:25, 25:27). Hürth bleibt abstiegsbedroht und mit 14 Saisonpunkten Vorletzter, Aachen (15) hingegen zog vorbei an das rettende Ufer. “Es ist schade, aber wir haben ja noch alles selbst in der Hand”, trotzte Goerlich der 13. Saisonpleite. 

Der Knackpunkt war vor allem die ungenaue Annahme. “Darüber hinaus haben wir auch weniger druckvoll aufgeschlagen, als wir uns das vorgenommen haben”, so Goerlich. In drei Sätzen bot der TVA II dem Gastgeber Paroli, glich das 23:25 mit einem 30:28 zum zwischenzeitlichen 1:1 aus. Doch das reichte nicht. Der TVA II reiste geschlossen mit der Bahn zurück nach Hürth, da erkannte Goerlich schon: “Aachen hat das cleverer gelöst als wir. Uns fehlte die Genauigkeit.”