Von Anna Neuber 
Ein Zweitliga-Punkt für den TVA Hürth
Hürth. Unglückliche Niederlagen kassierten die Volleyballer des TVA Hürth. Die Reserve von Tobias Goerlich verlor in der 3. Liga West beim Mit-Aufsteiger MTV Hildesheim mit 1:3 (17:25, 16:25, 25:23, 14:25), das Bundesliga-Team zog ausgerechnet beim bis dato noch sieglosen Schlusslicht vom DJK Delbrück den Kürzeren. “Ich bin enttäuscht, denn das war eine verdammt enge Kiste”, gestand Gerd Aurbach nach dem Abpfiff. Am vierten Spieltag nahm sein Team beim 2:3 (30:28, 17:25, 22:25, 25:17, 13:15) zumindest einen Zähler mit.
Hürth liegt damit zwar weiter vor Delbrück, hängt aber mit nur drei Punkten weiter im unteren Tabellendrittel. “Da war mehr drin”, ärgerte sich Aurbach, “die schweren Brocken kommen ja erst noch.” Auch Dominik Werthmann, der in Delbrück erstmals als Kapitän wieder mit an Bord war, zeigte sich enttäuscht: “Wir wollten dort einen Sieg einfahren, das war unser Ziel.” Damit scheiterte der TVA, obwohl er gut gestartet war. “Wir sind richtig gut reingekommen in die Partie, mussten nach eigenen Fehlern jedoch unnötig in die Verlängerung”, analysierte Aurbach das 30:28.

Im zweiten und dritten Durchgang trumpften die Hausherren auf und drehten die Partie. “Im vierten Satz habe ich viel gewechselt”, betonte Aurbach. Hürth glich per 25:17 zum 2:2 aus und rettete sich in den Tiebreak. “Das war das erwartete Duell auf Augenhöhe, mit ständigen Höhen und Tiefen”, so der TVA-Trainer. Der Tiebreak gehörte allerdings zu den Tiefschlägen: Hürth lag mehrfach zurück und verlor 13:15. “In der engen Schlussphase entscheiden Nuancen über Sieg oder Niederlage”, haderte Aurbach.

Ein Trost für den TVA: Neben Werthmann feierten zwei weitere Spieler ihre Saisonpremiere. Hürth verpflichtete kurzerhand Max Müller (Mittelblock) und Christian Gosmann (ehemals Solingen Volleys, Annahme-Außen), die in Delbrück zum Einsatz kamen. “Dadurch rücken andere, die bisher ausgeholfen haben, in die zweite Reihe”, so Aurbach.

Auch die TVA-Reserve ist noch in der Findungsphase. Die Mannschaft hatte in Hildesheim wenig Chancen und verlor verdient 1:3. “Wir haben es nicht geschafft, uns richtig reinzuhängen”, übte Goerlich schnell Selbstkritik. Hildesheim nutzte das gnadenlos aus und setzte sich mit dem vierten Sieg in Serie an die Tabellenspitze. Nur der dritte Satz ging an die Hürther (25:23), “und das nur, weil da genau die gespielt haben, denen ich den Willen und Kampfgeist angesehen habe”, erklärte Goerlich. Hildesheim ließ nichts mehr anbrennen, gewann nach dem 2:1 den vierten Satz mit 25:14 deutlich. “Wir müssen die Fehler bei uns suchen und schnell daran arbeiten”, gestand Goerlich.

Der TVA II rutschte nach der vierten Pleite in Serie in die Abstiegszone und holte wie Bremen 1860 und VSG Ammerland bisher nur einen Punkt.

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