Die beiden Volleyball-Mannschaften des TVA Hürth standen zeitgleich in der Halle und für sie zugleich viel auf dem Spiel: Die ersten Herren kletterte an die Spitze der 3. Liga, die Reserve duellierte sich im Spitzenspiel gegen den VC 73 Freudenberg. Beide sammelten erfolgreich Punkte: Das Drittliga-Team stürmte dank eines 3:1 gegen den TSC Gievenbeck (36:34, 22:25, 25:22, 26:24) in Münster direkt auf Position eins. Die Reserve schrammte im ersten Heimspiel der Saison gegen den Tabellenführer nur knapp an einem Sieg vorbei, am Ende stand es 2:3 (25:15, 22:25, 25:21, 23:25, 11:15).

Für Markus Bosch war es eine reine Achterbahnfahrt. „Mir war schon im Vorfeld klar, dass das ein offener und enger Schlagabtausch wird“, so der Trainer des TVA II nach der knappen Kiste, „und genau das war es.“ Das Duell Erster gegen Zweiter war geprägt von langen Ballwechseln und intensivem Volleyball, Hürth gelang zweimal die Führung, zweimal konterte Freudenberg geschickt zum 1:1 und 2:2. Bosch betonte im Anschluss: „Wir sind ohne Armin Hansen und Nicolas Wessely und damit ohne etatmäßigen Zuspieler gestartet, das war da- durch von der Abstimmung manchmal nicht einfach. Freudenberg hat uns Schwächen aufgezeigt.“ Im engen Tiebreak setzten sich die Gäste mit 15:11 durch, Hürth ist nach dem 2:3 aber weiterhin Zweiter mit neun Punkten vor dem Dürener TV.
Die erste Herren feierte auswärts den Sprung an die Spitze der 3. Liga.„Der erste Satz war der Wahnsinn“, beschrieb Trainer Tobias Goerlich das knappe 36:34, das lange 37 Minuten andauerte. Nach dem 20:20 blieb es eng, beide Mannschaften wollten unbedingt die 1:0-Führung. Goerlich: „So etwas erlebt man nicht oft, das war schon intensiv.“ Und Hürth hatte den längeren Atem. Münster reagierte im zweiten Abschnitt, nach dem 8:8 und 14:14 kam der erst 17-jährige Mattis Rese ins Spiel. „Er hat das gut gemacht“, zollte Goerlich dem MVP von Münster großen Respekt.
Gievenbeck glich zum 1:1 aus. Und das Kopf-an-Kopf-Rennen ging so weiter: Denn auch die Sätze drei und vier waren eng, „wir haben das nur knapp nach Hause gebracht“, gestand Goerlich. Wichtiger Faktor für den Sieg: Neuzugang Aaron Warneken war kurzerhand doch noch dabei, es war sein erster Auftritt im Hürther Trikot, Björn Blumtritt konnte direkt nach einer Anti-Biotika-Phase kurzfristig noch spielen. „Entscheidend war auch der starke Auftritt von Marcus Degener“, lobte Goerlich den schon beim 3:1 gegen Tecklenburg und auch dieses Wochenende zum MVP ausgezeichneten Spieler.

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