Foto: VolleyballFREAK

Von Marco Führer
Rhein-Erft-Kreis. Hochklassiges Drittliga-Volleyball bekamen die Fans im Sportzentrum Weiden geboten. Erst im Tiebreak konnte der FCJ Köln das Spiel gegen den TVA Hürth mit 3:2 (25:23, 24:26, 20:25, 25:22, 18:16) für sich entscheiden. „Das Derby hat alle Erwartungen erfüllt“, sagt TVA-Trainer Tobias Goerlich. Es sei ein knappes Spiel mit vielen langen Ballwechseln gewesen.

Starker Beginn
In den ersten Satz startete der TVA mit kleinen Aufschlagsserien und sicherte sich so die Führung. Erst zum 16:16 konnten die Junkersdorfer ausgleichen. Gründe hierfür waren kleine Ungenauigkeiten in der Annahme und die starke Abwehr des FCJ gewesen, resümierte Goerlich. Am Ende entschieden die Junkersdorfer den Satz mit zwei Punkten Vorsprung für sich.Goerlichs Mannschaft ließ sich vom verlorenen Satz nicht aus dem Konzept bringen und ging zuversichtlich in den zweiten. „Der Start war deutlich enger. Anfangs lagen wir mit 3:5 hinten, konnten dann aber ausgleichen.“ Knapp sicherten sich die Hürther dann den Satz. Auch der dritte ging an den TVA – dieses Mal aber ziemlich deutlich.Marcus Degener sorgt mit einer Aufschlagsserie für die Führung, der eingewechselte Patrick Hehmann baut den Abstand zum Gegner mit einer weiteren aus. Der vierte Durchgang sei „richtig dramatisch“ gewesen, sagt Goerlich. Der FCJ wurde mit einem Punktverlust bestraft, der gegnerische Spieler Tim Kreuzer holt sich eine gelbe und eine rote Karte. Dennoch ging der Satz an den Gastgeber. Auch den Sieg im Tiebreak sichern sich die Junkersdorfer.

Die Hürther konnten also nur einen Punkt mit nach Hause nehmen. Bei dem Spielverlauf sei das gerechtfertigt, sagt Goerlich. Beide Mannschaften hätten eine ähnliche Leistung gezeigt. „Ich bin wahnsinnig stolz auf meine Jungs. Sowohl auf die, die viel gespielt haben als auch auf die, die wenig oder gar nicht gespielt haben. Wir sind als ein Team aufgetreten.“

Auch die Fans der Mannschaft, die mit Trommeln für einen Motivationsschub sorgten, wollte er hervorheben. Most Valuable Player auf Hürther Seite wurde Marcus Degener.

Ein hart umkämpftes Spiel lieferten sich auch die Reserve der Hürther und Telekom Post SV Bielefeld. Am Ende unterlag der TVA II knapp mit 1:3 (22:25, 19:25, 25:20, 17:25). Trainer Markus Bosch musste einen Annahmeriegel improvisieren. Auf seine Anweisung übernahm Libero Niklas Kanski die Außenposition, Niklas Schuch die des Liberos. Bielefeld hatte alle Spieler an Bord und war fest entschlossen, sich Punkte für den Klassenerhalt zu sichern. „Nur im dritten Satz ist es uns gelungen, uns gegen ihre sehr gut organisierte Block-Feld-Abwehr durchzusetzen“, sagt Bosch. Insgesamt habe sich das Team aber dem konstant hohen Druck der Bielefelder Mittel- und Außenangreifer geschlagen geben müssen. Erneut überzeugte Nicolas Wessely und wurde deshalb wieder zum MVP ernannt.

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