Foto: VolleyballFREAK

Vorbericht

Brühler TV schwächelt vorm Duell mit Hürth II
Unterschiedliche Vorzeichen
Von ANNA NEUBER
Brühl/Hürth. Am Sonntag (17 Uhr, Gesamtschule Brühl) gibt es ein packendes Volleyball-Derby: Dritter gegen Tabellensiebter, Markus Bosch gegen Klaus Schneider, erfahrener Regionalligist gegen Aufsteiger, die Reserve des Hürther TVA gegen den Brühler TV. „Wir sind hochmotiviert und gerade gut drauf, diesen Schwung wollen wir mitnehmen“, erklärt Hürths Trainer Markus Bosch.
Die Voraussetzungen für die Begegnung in Brühl sind jedoch unterschiedlicher denn je, Hürth gewann zuletzt in der Gruppe West mit 3:0 (25:19, 25:18, 25:21) gegen PTSV Aachen II, hat fünf Punkte mehr gesammelt als die Konkurrenz aus Brühl und gehört folgerichtig zu den drei Spitzenteams der Liga. Bis auf Libero Niklas Kanski waren auch alle Spieler an Bord. „Es gab viele lange Ballwechsel, Aachen war zwar gut aufgelegt, aber wir konnten uns mit unserer guten Form souverän durchsetzen“, analysierte Hürths Trainer. „Wir sind am Wochenende voll besetzt, alle 14 Spieler sind fit, wir nehmen uns viel vor. „Mir hat nur die Feldabwehr im letzten Spiel nicht so gefallen, daran haben wir im Training gearbeitet.“

Anders sieht die sportliche Lage in Brühl aus: Das Team von Klaus Schneider musste an den vergangenen Spieltagen auf den Trainer verzichten, Schneider war beruflich verhindert, dazu kamen krankheitsbedingte Ausfälle und Verletzungen im Team. Brühl schwächelte nach gutem Saisonstart, verlor zuletzt zweimal Mal, erst gegen RSV Much Buisdorf 0:3, zuletzt beim Schlusslicht Blau-Weiß Aasee 1:3 (22:25, 19:25, 25:21, 22:25). So rutsche der Brühler TV auf Platz sieben ab.

Auch die Drittliga-Mannschaft des TVA Hürth kassierte in der Vorwoche eine Niederlage, die Truppe von Tobias Goerlich unterlag dem Spitzenreiter SVG Lüneburg II mit 1:3 (13:25, 25:17, 17:25, 19:25). Schon im Vorfeld hatte Goerlich von einer einseitigen Partie gesprochen. Lüneburg wurde seiner Favoritenrolle auch gerecht. „Wir haben es nicht geschafft, im ersten Satz schon auf dem Feld zu stehen“, so Goerlich. Morgens um sechs Uhr früh waren die Hürther losgefahren, kamen dann aber gut in den zweiten Abschnitt. „Da haben wir viel besser aufgeschlagen, im Zuspiel hat Erik Grimm kluge Pässe gespielt“, erklärt der Coach den Satzgewinn.

Am Samstag (19 Uhr) hat der TVA das dritte Auswärtsduell in Folge, beim PTSV Aachen. „Wir kennen die gut, die kennen uns gut, zuletzt gab es da meistens richtig enge Partien, oft wurde das erst im Tiebreak entschieden“, so Goerlich. Aachens Trainer ließ den TVA in den letzten 14 Tagen scouten. „Für beide Mannschaften ist das eine wichtige Partie“, so Hürths Trainer.

 

Nachbericht

 

Der TVA Hürth gewinnt beim PTSV Aachen in letzter Sekunde
Krimi mit glücklichem Ausgang
Den Matchball in Aachen verwandelt Marcus Degener und beendet so ein Treffen zweier gleichwertiger Teams. Foto: Bucco (Franziska Bucco)
Von Anna Neuber
Aachen. Wie schon in den Vorjahren wurde die Partie zwischen den beiden Volleyball-Drittligisten TVA Hürth und dem PTSV Aachen erst im Tiebreak entschieden. Wieder war es ein Duell mit fünf Sätzen und wieder ein offener enger Schlagabtausch. Die beiden Trainer Tobias Goerlich und Andreas Mehren hatten genau das Spektakel erwartet und so kam es auch, mit dem glücklicheren Ende für den TVA. Hürth gewann das Ligaduell mit hauchdünnem Vorsprung am Ende 3:2 (22:25, 25:20, 17:25, 25:23, 20:18). „Das hätte genau so gut 2:3 ausgehen können“, gestand Goerlich ehrlich. Umso erleichterter ist der Hürther Volleyball-Trainer über die zwei Punkte. 
„Es war insgesamt schwer, sich gegen den hohen Block der Aachener durchzusetzen“, bemerkte Goerlich im Spielverlauf. Den druckvollen Aufschlag, die nächste Stärke des Gegners, hatte Goerlich im Training simulieren lassen, darauf war man besser eingestellt.Zwei Mal lag Hürth in der Kaiserstadt hinten, zwei Mal kämpfte sich die TVA-Mannschaft zurück. Goerlich betonte:

„Der erste Satz war schon sehenswert und hochklassig, bei zwei Teams auf Augenhöhe machen halt Feinheiten den Unterschied aus.“
Tobias Goerlich, Trainer TVA Hürth
Im zweiten und vierten Satz behielt Hürth die Nerven, setzte sich 25:20 und 25:23 durch. Im zweiten Abschnitt war das vor allem durch gute Aufschlagserien möglich, der TVA führte 10:5 durch Fabian Kaiser, 14:7 durch Robert Lammert und 17:10 durch Erik Grimm. „Auch Satz vier war eng umkämpft, für Aachen ging es um den Sieg, für uns um den Tiebreak“, erklärte Goerlich den unfassbaren Fokus der beiden Teams. Hürths Zuspieler Erik Grimm sorgte mit viel Übersicht für das entscheidende 2:2. „Gut aufgelegt waren auch die beiden Außenangreifer“, freute sich Goerlich.

Der Tiebreak hatte es danach in sich: Hürth führte schon 10:7 und 12:11, ehe Aachen aufholte und den ersten Matchball bekam (14:13). Danach folgten ein 15:15, 16:16, 17:17. Marcus Degener verwandelte den Matchball für Hürth. „Das war pures Glücksspiel“, sagte Goerlich, „die Punkte sind wichtig, um den Anschluss zu halten.“ Hürth ist mit 17 Zählern damit aktuell Tabellenvierter der 3. Liga West.

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