Hürth erwartet Mondorf – Kader mit genesenem Stephane Lebreton komplett

Von Anna Neuber

Hürth. Pünktlich zum Nachbarschaftsduell gegen den TuS Mondorf, der gleichzeitig der Rückrundenstart der 3. Liga West ist, stehen Trainer Tobias Goerlich beim TVA Hürth am Samstag (19 Uhr, Friedrich-Ebert-Realschule) 13 von 13 Volleyballer zur Verfügung. Die Gastgeber können nach dem spielfreien Wochenende jetzt in Bestbesetzung antreten, weil der nach langer Knieverletzung genesene Stephane Lebreton endlich wieder spielen kann. „Ich werde ihn wahrscheinlich als zweiten Libero einsetzen“, verrät Goerlich vor dem Derby.
Ein gutes Omen für die Hürther dürfte das starke Hinspiel sein und zugleich die wohl größte Motivation. Da gewann die Truppe von Tobias Goerlich etwas überraschend mit 3:1. „Das war ein Paukenschlag in der Liga“, glaubt der Trainer. Ein vergleichbares Ergebnis zu wiederholen dürfte angesichts der aktuellen Verfassung der Mondorfer schwieriger werden. 

Denn der Gegner aus Niederkassel (21 Saisonpunkte) rangiert mittlerweile auf Tabellenplatz zwei und lauert hinter der SVG Lüneburg II (25), Hürth (15) liegt nach elf Spieltagen auf Platz neun der Tabelle. Mondorf verlor Ende November zwar das Spitzenspiel gegen die Reserve des Bundesligisten der Spielgemeinschaft Gellersen-Lüneburg mit 1:3, schöpfte aber schnell neuen Mut durch ein 3:0 gegen die SF Aligse aus Lehrte bei Hannover. „Mittlerweile hat Mondorf sich gefangen“, erklärt Tobias Goerlich und vermutet ein packendes Derby. 

Der TVA unterlag zuletzt den Tecklenburger Land Volleys mit 1:3 und ist gegen den Dauerrivalen aus Regionalliga und 3. Liga West hochmotiviert. Goerlich betont: „Die Derbys sind für beide Seiten immer etwas ganz besonderes.“ Der TVA-Trainer weiß auch um die Besonderheiten im Kader der Mondorfer: „Sie haben mit Max Funk einen luxemburgischen Nationalspieler und viele groß gewachsene Akteure, die sehr gut spielen. Aber in diesen Duellen entscheiden Kleinigkeiten.“Hürth spekuliert auf die Tagesform, den Zusammenhalt der Mannschaft und den Kampfgeist. „Wir müssen mutig nach vorne gehen, mit druckvollen Aufschlägen“, weiß Goerlich: „Mondorf ist für mich Favorit.“

Ganz so eindeutig sind die Rollen bei der Reserve nicht verteilt. Denn hier treffen in Hürth am Samstag (16 Uhr, Friedrich-Ebert-Realschule) zwei direkte Tabellennachbarn der Regionalliga West aufeinander: Telekom Post SV Bielefeld ist mit 16 Saisonpunkten als Tabellenfünfter Gast beim mit 18 Zählern einen Platz besser gestellten TVA Hürth II. 

Bielefeld gewann Anfang Dezember 3:0 gegen Paderborn, die Hürther Reserve sorgte mit dem 3:0-Erfolg gegen Spitzenreiter TV Brühl für eine kleine Sensation. „Ich habe immer gesagt, wir wollen da oben mitmischen“, freut sich Trainer Markus Bosch über die aktuelle Souveränität des TVA II.

 

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