Negativlauf der Hürther hält weiter an


Von Anna Neuber 

Hürth/Düsseldorf. Die Reserve des TVA Hürth hat sich in der Regionalliga West im Mittelfeld festgesetzt und nimmt mit Bielefeld und Aachen die Verfolgung des Spitzen-Trios auf. „Wir wollen die oberen Teams auf jeden Fall ärgern und da mitmischen“, erklärte TVA-Trainer Markus Bosch selbstbewusst. Zurecht, denn sein Team fuhr einen 3:2-Sieg (23:25, 25:22, 23:25, 25:20, 15:9) ein. Wie schon in der Vorwoche teilt sich der TVA II die Punkte, dieses Mal mit dem PTSV Aachen II. „Aachen ist ein Traditionsverein“, hatte Bosch bereits im Vorfeld des Heimspiels gewarnt, „das ist ein ebenbürtiger Gegner.“
Den ersten Satz mussten der TVA abgeben und das trotz zwischenzeitlicher Führung. „Zum Satzende hin waren wir im ersten und dritten Abschnitt unkonzentriert, ich habe Konstanz vermisst“, erläuterte Bosch. Aachen schaffte es, zwei Mal in Führung zu gehen, erst 1:0, dann 2:1. Hürth behielt die Nerven und glich zwei Mal aus. „Mit der kämpferischen Einstellung bin ich zufrieden, wir wissen, dass wir uns aufbäumen können.“

Das gelang vor allem im Tie Break, den die Gastgeber mit 15:9 deutlich für sich entscheiden konnten. „Ärgerlich ist nur, dass wir auch klarer hätten gewinnen können“, mutmaßte Bosch. Am Ende der Punkteteilung bilanzierte er: „Wir sind noch auf der Suche nach der optimalen Besetzung, uns fehlte nach den Herbstferien eventuell die Trainingsroutine.“

Auch die Drittliga-Mannschaft der Hürther war am Wochenende voll besetzt, Neuzugang Thorben Haase stand erstmals in der Startaufstellung. „Er hat das sehr gut gemacht“, zollte TVA-Trainer Tobias Goerlich ein Lob. Am Ende der verkürzten Trainingswoche verlor der TVA das rheinische Duell beim ART Düsseldorf jedoch mit 1:3 (21:25, 25:22, 21:25, 21:25). Damit geht die Talfahrt des TVA weiter: Es ist die fünfte Niederlage in Folge, Hürth wird nach einem starken Saisonstart (drei Siege aus drei Spielen) jetzt nach unten durchgereicht. „Die Tabelle war am Anfang kurios, der Blick darauf ist für mich aber unerheblich“, sagte Goerlich.

Der TVA wurde mittlerweile von Aachen und Aufsteiger Düsseldorf überholt, rangiert nun mit zehn Punkten auf Platz acht. „Es ist ärgerlich, denn wir waren gegen Düsseldorf in allen Sätzen etwa bis zur Mitte auf Augenhöhe“, gab sich Goerlich selbstkritisch. Dem TVA habe Durchschlagskraft gefehlt, der Coach betont: „Wir müssen druckvoller werden im Aufschlag und mehr Willen zeigen in der Feldverteidigung.“

Denn genau das machte der Derbygegner am vergangenen Samstag in allen Abschnitten besser und führte folgerichtig, 1:0, 2:1 und schließlich 3:1. „Die Sätze waren Dubletten, jedes Mal waren wir bis zum 16:16 oder 18:18 noch auf Augenhöhe, dann spielte der Gastgeber einfach cleverer.“ Tobias Goerlich atmete nach fünf Niederlagen in Serie tief durch: „Da war mehr drin. Wir müssen lernen, mutiger aufzutreten.“

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