Foto VolleyballFREAK

Zu ungewöhnlicher Uhrzeit traf man sich am Samstag Nachmittag zum Revierderby gegen den FCJ Köln. Denn an diesem Wochenende war der Spielbeginn auf bereits 16 Uhr gelegt worden, um später der zweiten Damenmannschaft des FCJ das Feld zu überlassen.

Die Hürther Jungs kamen gut gelaunt und top motiviert in Junkersdorf an und wie üblich wurde sich zuerst in der Kabine getroffen, um erstmals die Stimmung untereinander hochzufahren. Das funktionierte schonmal ohne Probleme, denn die Jungs wollten sich den Sieg holen und sich für die Niederlage der Hinrunde revanchieren. Also ging es raus aufs Feld und auch die Vorbereitung des Aufschlag-Annahme Prozesses verlief positiv. Alles war bereit um ein gutes und spannungsgeladenes Spiel abzuliefern.

Endlich der Anpfiff, beide Teams kämpften von Anfang an um die eigenen Punkte und wollten sich nichts schenken. Die Hürther Jungs konnten aber durch gute Aufschläge und viele gute Block-Abwehrsituationen Vorsprung rausholen. Nachdem dann in der Satzmitte ein kleiner Leistungseinbruch das Punktepolster wieder zunichte gemacht hatte, kämpfte man sich erneut nach vorne doch Junkersdorf wollte sich nicht so einfach bezwingen lassen und schaffte einen Führungswechsel zum Satzende, der ihnen den ersten Satzgewinn einfuhr.

Die Hürther wussten, dass ihnen lediglich ein paar Eigenfehler den Satzverlust beschert hatten. Allen war klar, dass heute was geht! Die Jungs hatten ein gutes Gefühl und starteten mit eben diesem auch in den zweiten Satz. Wieder schaffte man es über lange Strecken den Gegner zu kontrollieren und holte wichtige Breakpunkte fürs Team. Aber auch diesen Satz wollte Junkersdorf nicht so leicht hergeben und setzte den TVA mit Aufschlägen hin und wieder gut unter Druck. Allerdings stand den Hürthern der Siegeswille förmlich ins Gesicht geschrieben und so schnappten sie sich kurzer Hand den zweiten Satz mit zwei Punkten Unterschied.

Auch in Satz Nummer drei waren beide Teams bis in die Haarspitzen motiviert und es entstand ein Derbykampf mit gegenseitigen Jubelschreien der Mannschaften und Fans. Eine rote Karte und mehrere Pfiffe bezüglich Technikfehlern vom Schiedsrichter trugen nicht gerade zur Erheiterung der Stimmung bei, sondern feuerten den Kessel erst richtig an. Ab jetzt gab es keine Regeln mehr! (Na gut das ist Quatsch, der Schiri hatte trotzdem noch das Sagen 😀 ) Naja auf jeden Fall wurde dieses Spiel zu einem der hitzigsten der Saison, man hatte dem Gegner nichts mehr zu sagen und ließ Taten sprechen. So schaffte man es tatsächlich mit vielen guten Mannschaftsaktionen in Block und Abwehr, einer überragenden Passverteilung und vielen klugen Angriffsoptionen sich Satz Nummer 3 unter den Nagel zu reißen!

2 zu 1 in Sätzen für den TVA!

Jetzt hieß es weiterarbeiten und alles geben um den vierten Satz auch noch für sich zu entscheiden.

Leider kam es nicht so, trotz guter Aktionen und hohem Kampfgeist gelang es dem Gegner die entscheidenden zwei Punkte mehr in diesem Satz zu machen. Aber es musste ja auch so kommen…

Denn was fehlt zu einem echten Derby noch? Richtig, TIEBREAK

Und schon gings los, beide Teams waren von Anfang an bereit das Ding für sich zu entscheiden und kämpften um jeden Punkt.

Bei einer 8:7 Führung für den TVA wurden die Seiten gewechselt und bis zum 14 zu 14 wollte noch niemand aufhören zu spielen. Am Ende führen 2 kleine Eigenfehler von Hürth zum Spielverlust und der FCJ Köln holt sich den Derbysieg in 5 Sätzen.

Wir sind trotzdem dankbar für das Spiel und stolz auf unsere geschlossene Mannschaftsleistung gegen die starken Einzelspieler des FCJ Köln.

Besonders bedanken möchten wir uns aber bei unseren unglaublichen Fans, die an diesem Samstagnachmittag in die Halle kommen um sich für uns 5 Sätze lang durchgängig die Hände blutig zu trommeln und sich die Kehle aus dem Leib zu schreien. Ihr seid der Wahnsinn, weil ihr das Auswärtsspiel zum Heimspiel gemacht habt.

Deshalb können wir einfach nur DANKE sagen! Mit euch fühlt sich auch dieses knapp verlorene Spiel wie ein Sieg an.

Bis zum nächsten Spiel gegen Lüneburg sagen wir Tschau Kakao,

Eure H1

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