TVA Hürth muss sich geschlagen geben – Zweitvertretung springt in der Tabelle nach oben

Von Anna Neuber

Hürth. An diesem Doppel-Heimspieltag feuerten die Volleyballer des TVA Hürth I und II zum Jahresende ein spielerisches Feuerwerk ab. Das Drittliga-Derby zwischen TVA und Dauerrivale TuS Mondorf war keineswegs das vermeintlich ungleiche Duell des Tabellenzweiten gegen den Neunten, es wurde wie so oft in den vergangenen Spielzeiten zu einem heißen Kampf. Hürth musste sich in diesem Kampf knapp mit 2:3 (26:24, 17:25, 23:25, 25:20, 8:15) geschlagen geben. „Dieses Spiel hat alles gehalten, was es versprochen hatte“, freute sich Tobias Goerlich nach dem Abpfiff am Samstagabend.
Der Trainer des TVA Hürth konnte sich mit dem Punktgewinn zum Rückrundenauftakt gut anfreunden. „Das war wie ein kleiner Hexenkessel hier in Hürth und wir haben uns gut präsentiert“, beschrieb er die Heimspielatmosphäre mit mehr als hundert Zuschauern im letzten Spiel des Jahres als besonders.


„Das war wie ein kleiner Hexenkessel hier in Hürth und wir haben uns gut präsentiert.”
Tobias Goerlich, Trainer TVA Hürth

Die Hürther Hausherren gingen sogar in Führung und gewannen den ersten Satz mit 26:24. Goerlich wusste schnell: „Unsere Trainingsbedingungen waren hervorragend, wir waren in Bestbesetzung und konnten den Aufschlag aggressiv durchbringen.“ 13 Spieler hatte Goerlich auf den Spielbogen geschrieben und war damit erstmals voll besetzt, am Ende spielten nur Stephane Lebreton und Malte Köhler nicht, „sie haben die Mannschaft sehr gut von der Seite unterstützt“, lobte Goerlich ihren Einsatz auf der Bank.

Hürther Hexenkessel angeführt von Oliver Sievert an der Pauke


Zu den Besten auf dem Spielfeld zählte Thorben Haase. Denn nicht nur Hürth suchte sich seine Angriffsziele bei den Aufschlägen aus, auch Mondorf hatte jemanden im Visier und das war er. „Thorben hat das richtig gut gemacht“, freute sich Goerlich.

Dennoch glich Mondorf aus und ging dank des 25:23 in Satz drei zwischenzeitlich verdient in Führung. Auch deshalb, weil die Gastgeber ihre Führung nicht konsequent genug verteidigten. Der TVA lag im dritten Abschnitt 17:11 und 22:20 vorne, verlor aber trotzdem und lag auf einmal 1:2 hinten. „Doch die Jungs wussten, dass da noch mehr geht und haben sich danach endlich belohnt“, bekräftigte Goerlich. Hürth konnte sich in den Tiebreak retten und damit punkten. Doch in der spannenden Endphase behielten die Gäste aus Mondorf die Nerven, sie führten schnell 5:0 und am Ende 15:8. „Der Sieg geht verdient an Mondorf“, zog Goerlich seinen Hut. Hürth bleibt damit Neunter und überwintert mit vier Punkten Vorsprung auf die Abstiegszone.

Die Reserve-Mannschaft des TVA Hürth machte vor der Weihnachtspause sogar noch einmal einen Sprung in der Tabelle der Regionalliga West. Denn der 3:1-Heimsieg (25:17, 26:24, 18:25, 25:21) am Wochenende gegen den Konkurrenten Telekom Post SV Bielefeld bedeutet den dritten Platz für die Mannschaft von Coach Markus Bosch.

Der Trainer war nach dem achten Saisonsieg überaus zufrieden mit der gezeigten Leistung. „Wir haben trotz einiger Ausfälle eine gute Figur abgegeben und nichts anbrennen lassen, stimmungsmäßig läuft es bei uns weiterhin sehr gut“, beschrieb Bosch die aktuelle Lage. Einzig den dritten Satz hatte der TVA II den Gästen überlassen (18:25), „weil da die Konzentration nachließ“, analysierte Bosch. 

Da der TVA-II-Trainer keine Diagonalspieler zur Verfügung hatte, spielte kurzerhand „der Trainingsgast und alte Hase“, wie ihn Bosch bezeichnete, namens Julian Stochmel. „Ich bin froh, dass wir so flexibel sind“, freute er sich über den gelungenen Doppel-Heimspieltag.

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