Damen 1 verliert nach starkem Kampf im Tie-Break in Leschede.

Mit einer beeindruckenden Leistung und wirklich schönem Volleyball überrollten die Gastgeberinnen aus Leschede den TVA im ersten Satz. Die Spielerinnen aus Hürth spielten zwar nicht schlecht, doch der Glanzleistung der Gegnerinnen konnten sie zunächst nichts entgegensetzen. In dem Wissen, das man sich nichts vorzuwerfen hatte, hieß es “Mund abputzen, weitermachen”.

Und so fand das Team ums Trainerduo Burda/Dexel auch langsam ins Spiel. Die Abwehr hatte sich auf die gut platzierten Angriffe eingestellt und auch in Angriff und Block spielte man sich langsam warm. Was noch fehlte war der hohe Aufschlagdruck, denn die Annahme vom FC 47 konnte bis hierhin noch jeden Ball ans Netz befördern. Und so ging auch dieser Satz an die Heimmannschaft, nun jedoch schon deutlich knapper mit 25:23.

Dennoch war der TVA hoch motiviert. Und im 3. Satz lief es dann auch richtig rund. Mit nun deutlich gefährlicheren Aufschlägen setzte das Team um MVP-Libera Mona Dexel die Gegnerinnen stark unter Druck und die hatten Mühe, ihr Spiel weiter durchzuziehen. Die Angreiferinnen punkteten vor Allem über die Außenpositionen zuverlässig und mit Cleverness und über die Mitte wurden diverse Blockpunkte gesammelt. Mit einer souveränen Leistung ging der Satz deutlich mit 15:25 an die Hürtherinnen.

Leschede wollte sich vor den eigenen Fans jedoch den Sieg nicht nehmen lassen und drehte in Satz 4 wieder ordentlich auf. Der TVA hatte nun wieder einige Mühe und tat sich gegen die gute Block- und Feldabwehr der Gegnerinnen schwer. Mit einem zwischenzeitlichen Vorsprung von 6:15 glaubten sich die Gastgeberinnen schon auf der sicheren Seite. Doch sie hatten die Rechnung ohne den erwachten Kampfesgeist der Hürtherinnen gemacht. Mit unfassbar viel Leidenschaft, Willensstärke und einem teaminternen Kraftakt kämpften sich die Gästinnen wieder ins Spiel und verkleinerten scheibchenweise den Rückstand und bei 21:21 gelang schließlich der Ausgleich. Was nun folgte, war nichts für schwache Nerven. Kein Punkt wurde verschenkt, auf beiden Seiten wurde gekämpft bis zum Umfallen und doch konnte der TVA die stärkeren Nerven beweisen und den Satz mit 25:27 für sich entscheiden.

Nach so einem Come-Back sollten nun auch die 2 Punkte her, und zunächst sah es auch nach einem Auswärtssieg aus. Die Hürtherinnen spielten konzentriert und fehlerlos und setzten sich auf 8:4 zum Seitenwechsel ab. Leschede, getragen von der grandiosen Stimmung in der Halle, kämpfte sich jedoch wieder ins Spiel und drehte den Spieß um. Bei 9:9 gelang der Ausgleich und erneut wurde es ein schaurig spannendes Match. Vielleicht lag es am Heimvorteil und der Unterstützung der vollbesetzten Halle, denn die Gastgeberinnen bewiesen nun den längeren Atem und beendeten das Spiel nach hartem Kampf mit 15:12.

Der TVA, dessen Siegesserie nun ein Ende fand, muss sich mit dieser Leistung jedoch nicht verstecken und kann hoch erhobenen Hauptes ins nächste Auswärtsspiel gehen. Das findet am kommenden Samstag um 19 Uhr statt – dann jedoch mit angenehm kurzer Anfahrt nach Bonn.

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