Hürth verliert beim Vizemeister Zweite schafft ersten HeimsiegLange auf Augenhöhe


Von Anna Neuber 

Hürth. Die Partien der ersten beiden Mannschaften der Volleyballer des TVA Hürth endeten am Wochenende 3:0. Doch während die Reserve in der Regionalliga West mit dem 3:0 (25:17, 25:22, 25:19) gegen den VC Menden-Much den ersten Heimsieg einfuhr, ging das Drittliga-Team um Trainer Tobias Goerlich beim 0:3 (18:25, 27:29, 21:25) in Lehrte leer aus. Der Vizemeister SF Aligse war schlichtweg zu überlegen. „Das war eine packende Herausforderung für uns, das wussten wir ja schon im Vorfeld“, erklärte Goerlich. 
Und Aligse, vor zwei Jahren noch in der Zweiten Liga Nord und dann freiwillig eine Spielklasse niedriger angetreten, war gespickt mit Bundesliga-Talenten und Raffinesse. „Es war von vorneherein eine sehr schwierige Aufgabe, Aligse war in der Block- und Feldabwehr extrem clever und stark. Das war heute deren Schlüsselelement heute“, begründete Goerlich die Auswärtsniederlage. Bis zum 8:8 im ersten Satz waren die Gäste noch auf Augenhöhe, danach zog Aligse davon und gewann den ersten Abschnitt locker. 

Im zweiten Satz schnupperte der TVA am Satzgewinn, blieb den Hausherren bis zum 16:16 auf den Fersen. Robert Lammert gelang sogar eine Aufschlagserie zum zwischenzeitlichen 19:16. „Doch wir konnten den Vorsprung einfach nicht retten“, erkannte Goerlich schnell, „Aligse hat sensationell abgewehrt.“ Der Gastgeber holte sich den umkämpften Satz (29:27), es war die Vorentscheidung. Anschließend ergab sich ein ähnliches Bild: Hürth blieb bis zum 7:7 und 18:18 auf Augenhöhe, Aligse war beim 25:21 aber auch im dritten Durchgang stärker. Lob gab es vom Trainer trotz der Niederlage: „Wir wurden nicht abgefertigt, sondern waren spielerisch dran.“ Solide Leistungen riefen in Lehrte vor allem Fabian Kaiser und Thorben Burda ab. 

Lob verteilte auch Markus Bosch. Der Trainer der Hürther Reserve freute sich beim 3:0 gegen Menden nicht nur über den ersten Heimsieg der Saison, sondern auch über die Rückkehr von Christian Bretthauer: „Er ist wichtig für uns, gehörte zu den Topscorern und hat viele Bälle bekommen.“ Auch dessen Mitspieler erwischten einen guten Tag, lieferten nach dem 0:3 gegen Freudenberg nun die passende Antwort. 

„Es macht Spaß zu sehen, wie viel Potenzial in dieser Mannschaft steckt“, freute sich Bosch nach dem Abpfiff. Er betonte: „Der Aufsteiger aus Menden war gut lesbar und hat nicht sonderlich variantenreich gespielt, das haben wir gut ausgenutzt.“ Nach zwei Siegen und einer Niederlage bedeutet das für den TVA II einen Platz im gesicherten Mittelfeld (6.) in der Liga. „So kann es weitergehen, es ist gut, dass wir jetzt wieder stärker besetzt sind auf den Positionen“, so Bosch. Beide Hürther Trainer waren zufrieden: Goerlich ungeachtet der 0:3-Niederlage, und Bosch erst recht wegen des 3:0-Sieges.

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