Die 1. Damen gewinnen erneut mit 3:2 und sichern sich (wahrscheinlich kurzzeitig) die Tabellenspitze in der Regionalliga.

Nach der langen Anfahrt nach Paderborn waren die Hürtherinnen um das heutige Trainerduo Dexel/Aurbach sehr bestrebt, den Gastgeberinnen mal so richtig einzuheizen. Das war auch bitter nötig, denn im kalten Paderborn spart man scheinbar schon die Hallenheizkosten – gefühlte 2 Grad Hallentemperatur machten dem TVA zunächst zu schaffen.

So startete auch das Spiel etwas träge. In der Abwehr musste sich das Team um Zuspielerin Sonja Rademacher erst einmal einnorden, Paderborn konnte viele Angriffe diagonal und in der Feldmitte versenken. Trotzdem konnten sich die Hürtherinnen ein ums andere Mal ebenfalls im Angriff durchsetzen und so konnte sich keine der Mannschaften deutlich absetzen. Mit Theresa Gockel am Aufschlag konnte der TVA den Satz schließlich mit 25:20 an sich reißen.

Paderborn war nun jedoch ebenfalls warmgelaufen und konnte im 2. Durchgang durch gute Block- und Abwehrarbeit punkten. Den Gästen aus Hürth fehlte es an Ideenreichtum und Spielwitz und der Satz ging mit 22:25 an die Gastgeberinnen.

Davon unbeeindruckt legte sich das Team in Grün nun wieder gut ins Zeug. Vor Allem über die Mitte wurde mit Maja Dirks und Ronja Krämer viel gepunktet, egal ob Block, Angriff oder Abwehr – irgendwer von den beiden Maschinen war immer beteiligt. Von Beginn an konnte sich der TVA einen komfortablen Vorsprung erarbeiten und diesen auch bis zum Satzende bei 25:21 beibehalten.

Der vierte Satz verlief dann spiegelverkehrt. Nun hatte Paderborn die Nase vorn. Hürth konnte sich im Angriff nicht mehr ganz so gekonnt durchsetzen, denn die Gegnerinnen standen in der Abwehr meistens goldrichtig. Auch der Paderborner Block griff wieder zu und so lief der TVA schnell einem Rückstand hinterher. Ein Doppelwechsel bei 11:17 brachte nochmal etwas Wärme auf das Hürther Feld. Mit viel Willenskraft, einer gewissen “Scheißegal”-Einstellung und Sirit Bergermann am Aufschlag gelang es den Hürtherinnen ein kleines Feuerchen zu entfachen und zumindest wieder Stimmung in die Bude zu bringen, doch der Satz ging trotz Allem mit 25:20 an Paderborn.

In den Tie-Break starteten die Gastgeberinnen deutlich besser. Mit guten Aufschlägen konnten sie sich direkt mit 4:1 absetzen und der TVA musste erst einmal wieder in die Spur finden. Das gelang glücklicherweise jedoch sehr schnell und spätestens zum Seitenwechsel bei 7:8 verlief das Spiel wieder ausgeglichen und bot mehr Spannung als gewünscht. Konzentriert und stabil leisteten sich die Hürtherinnen keine Fehler mehr, Paderborn hingegen zeigte Nerven. Bei 14:13 für den TVA konnte schließlich Ronja Krämer (mit etwas Hilfe…) eine missglückte Paderborner Annahme zum Matchgewinn verwandeln.

Insgesamt ein gutes Spiel, mit Höhen und kleineren Tiefen, die jedoch eher der späten Stunde und den winterlichen Temperaturen geschuldet waren. 😉 Für die Hürtherinnen geht es am nächsten Samstag ins letzte Heimspiel im Jahr 2022 gegen den RSV Borken.

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