TVA Hürth in Lehrte vor Zerreißprobe

Von Anna Neuber 
Hürth. Die erste Saisonpleite in der 3. Liga West haben die Volleyballer des TVA Hürth schnell ad acta gelegt. Das Duell gegen die Bundesliga-Reserve des SVG Lüneburg stand unter schweren Vorzeichen, das 1:3 ging für Hürths Trainer Tobias Goerlich in Ordnung: „Ich bin froh über den Satzgewinn und darüber, was wir aus dieser Partie lernen und mitnehmen.“ Immerhin blieb Hürth an der Spitze der Gruppe West und fährt als Tabellenführer nach Hannover.
Doch das Spiel bei den SF Aligse ist ebenfalls eine schwierige Herausforderung. Schließlich ist der amtierende Vizemeister erst vor knapp zwei Jahren freiwillig aus der 2. Bundesliga abgestiegen, der Spielerkader nahezu unverändert. Das zeigen auch die Ergebnisse: Aligse gewann gegen Gievenbeck (3:0) und Dortmund (3:2), einzig gegen Solingen (2:3) wurde verloren. „Die Partien gegen Aligse sind uns in guter Erinnerung geblieben, die Atmosphäre dort ist sehr besonders. Wir freuen uns daher auf eine tolle Kulisse“, erklärt Goerlich.

Unter der Woche lud Goerlich auch neue Akteure ins Training ein: „Dadurch erhoffe ich mir weitere Optionen im Außenangriff.“ Den TVA verstärken soll Tobias Lindenberg aus der dritten Herren. Zudem werden die beiden Diagonal-Angreifer Fabian Kaiser und Moritz Burda erneut auf der Annahme-Außen-Position trainieren und gegebenenfalls am Samstag (20 Uhr) auch spielen. „Ihre Flexibilität ist derzeit extrem wichtig für uns“, lobt der Trainer den Einsatz des Duos. Verzichten muss er auf Christopher Siebert und Slava Vasechko (beide privat verhindert). Stephane Lebreton ist weiterhin am Knie verletzt. „Der Fokus im Training lag auf der Stabilisierung der Annahme und einem variablen Angriff“, erläuterte Goerlich. Das Ziel sei, „den erfahrenen Block der Aligser zu bewegen.“ Der Coach betrachtet das Duell in Lehrte als weitere Zerreißprobe für sein Team. „Es wird erneut schwer, etwas Zählbares mitzunehmen“, gesteht er ehrlich, „es zählt jeder einzelne Satz.“ 

Die Hürther Reserve von Markus Bosch, die zuletzt in der Regionalliga spielfrei hatte, begrüßt nach einem Derby-Sieg zum Saisonstart (3:2 gegen FCJ Köln) und der 0:3-Niederlage gegen den VC 73 Freudenberg am heutigen Samstag (19 Uhr, Friedrich-Ebert-Realschule) den VC Menden-Much aus dem Rhein-Sieg-Kreis. Der Gegner schöpfte zuletzt aus einem 3:0 gegen Paderborn neues Selbstbewusstsein, es war der erste Saisonsieg. 

Markus Bosch ist trotz des Fehlens von Dominik Werthmann (Mitte) zuversichtlich: „Es sind einige andere Spieler zurückgekehrt, damit sind wir flexibler.“ Wieder dabei beim TVA II sind Christian Bretthauer, Niklas Schuch und Hendrik Desinger. „Die Stimmung ist gut, wir freuen uns auf Samstag“, verrät Bosch.

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