Damen 1 gewinnen deutlich mit 3:0 gegen TuSEM Essen.

Die Brust noch stolzgeschwellt vom vergangenen Sieg in Olpe startete Team GER vor heimischem Publikum erneut mit starken Aufschlägen und brachte die Gäste in die Bredouille. Die blonde Blockreihe von Hürth erledigte den Rest und ließ Essen punktehungern. Mit knallharten Angriffen als Sahnehäubchen machte der Gastgeber den Satz mit 25:11 zu.

In der festen Überzeugung, dass der erste Satz Essen wachgerüttelt haben müsste, ging das Team um Libera Stine Schücker in den zweiten Durchgang – bereit zum Kampf. Und es wurde deutlich spannender. Essen brachte über die Diagonalposition einige hübsche Angriffe durch und konnte zur Mitte hin einen 13:10-Vorsprung erspielen. Doch die legendäre Hürther Nervenstärke kam auch jetzt zur Geltung: die eingewechselte Außenangreiferin Franka Kolz versenkte mit der ersten Ballberührung direkt einen Punkt im gegnerischen Feld und läutete die Wende ein. Sirit Bergermann brachte den TVA mit 4 gezielten Aufschlägen mit 17:15 wieder in Führung. Essen wurde nervös und ließ mehrere Punkte liegen. Die Hürtherinnen witterten ihre Chance und egal, an wen Zuspielerin Jihan El-Sawaf ihre Pässe schickte, die Punkte folgten auf dem Fuße. 25:21 und 2:0 für den TVA.

In der Satzpause wurde von Coach GERd klargestellt: „Wir sind nicht zufrieden. Wir sind noch gar nicht zufrieden mit nur 2 gewonnenen Sätzen. Wir wollen jetzt 3 Punkte. Vorher sind wir NICHT zufrieden.“. Vom Team kamen keine Widerworte. Zwar konnte sich Essen zu Beginn kurzzeitig mit 8:4 absetzen, doch Hürth konterte erneut mit starker Block- und Abwehrarbeit. Ab dem Ausgleich bei 10:10 gab Hürth das Spiel nicht mehr aus der Hand. Im Team des TVA gab es einfach keine Schwachstelle. Die Mitten glänzten in jeder Hinsicht mit starken Angriffen, ziemlich dunklen Blocks und jeder Menge Servicewinner. Vor Allem Maja Dirks, die beim letzten Spiel noch Durchsetzungsprobleme hatte, zeigte sich heute von ihrer Sahneseite und hämmerte den Gegnerinnen einen Ball nach dem anderen vor die Füße. Der Annahmeriegel um Libera Christine stand sicher und das Zuspiel verteilte exzellente Pässe auf alle Positionen. Die Essener Angreiferinnen mussten tief in die Trickkiste greifen, um ihre Bälle totzukriegen. Diagonalangreiferin Lilo Kuchenbecker durfte das kleine Wunder vollenden und setzt den letzten Angriff des Sonntags auf die 1. 25:20 für Hürth.

Eine fast fehlerfreie Vorstellung des TVA, der wie so oft von lautstarken Fans unterstützt wurde. Und auch wenn der langzeitig knappe Spielstand nicht viele Wechsel zuließ, so war auch die Luxus-Reservebank eine große Unterstützung, die ihr Team mit zum Sieg brüllte.

Jetzt sind wir zufrieden.

Kleine Anmerkung: wir blocken nicht immer so wie auf dem Foto! Danke an Rolf Lindenberg für die Aufnahmen (wir üben nochmal den zeitgleichen Absprung…)!

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