Die 1. Damen gewinnen in der Hürther Hölle gegen starke AVC’lerinnen im Tie-Break und stehen wieder auf dem Relegationsplatz.

Positiv eingestimmt durch eine Woche knallhartes Powertraining mit dem Traumtrainerduo Dexel/Aurbach, war das Ziel für den TVA klar: Punkte, Punkte, Punkte. Köpfe frei machen und das eigene Ding durchziehen. Mit Mut im Herzen und Kraft im Arm, so lautete die Devise. Und im ersten Satz legte das Team um Kapitänin Jihan El-Sawaf los wie Schmitz‘ Katze. Mit starken Aufschlägen wurde der AVC unter Druck gesetzt, die Blockmauer holte die gegnerischen Angreifer auf den Boden der Hürther Tatsachen und die eigenen Angriffe wurden mit aller Gewalt versenkt. 25:12.

Im zweiten Satz war der AVC dann im Spiel angekommen. Mit einer konstanteren Annahme brachten nun auch die Gäste viele Angriffe durch und setzten mit platzierten Aufschlägen die Hürther unter Druck. Es entwickelte sich ein spannendes und ausgeglichenes Spiel, gegen Mitte des Satzes konnte sich der AVC durch clevere Punkte mit 14:18 absetzen. Ein Doppelwechsel auf Hürther Seite brachte nochmal frischen Wind, doch die Aufholjagd endete bei 23:25.

Im dritten Durchgang setzte sich der Kampf der Titanen fort. Beide Mannschaften glänzten mit guten Spielzügen, kein Ball wurde leichtfertig verschenkt. Die Hürther Aufschläge sorgten für Furore im gegnerischen Feld und der TVA konnte sich zur Mitte hin absetzen. Eine Auszeit für den AVC bei 11:15 zeigte keine Wirkung. Zweite Auszeit bei 11:18. Jetzt fand das kölsche Team langsam wieder in die Spur, konnte den Vorsprung jedoch nicht mehr ausgleichen. 25:20 für den TVA, 2:1 nach Sätzen.

Wie so oft zeigten sich nun wieder leichte Nervositäten beim TVA. Ein 3-Punkte-Sieg hätte der Liga zu viel Spannung geraubt und so landeten viele Aufschläge im Netz, passierten leichte Wackler in Annahme und Abwehr, dazu eine kämpferisch gut aufgelegte AVC-Truppe… Es lief nicht mehr so rund beim Gastgeber. Zur Krönung des Rückstandes von 16:22 kam noch eine Verletzung von Mittelfrau T.G. hinzu, die in diesem Bericht nicht namentlich genannt werden möchte. Aber Entwarnung kann gegeben werden: die frisch rasierte Wade hat nur einen Bluterguss davongetragen. Die eingewechselte Maja Dirks machte ihren Willis zwar nochmal Flügel, aber der Satz ging mit 25:19 an die Gäste. 2:2 nach Sätzen.

Die genau 8274 heimischen Fans brachten die Hürther Hölle jetzt so richtig zum Beben, das Team von Traumtrainerduo Dexel/Aurbach ging mutig und beschwingt zurück auf’s Feld und fuhr im fünften Gang an. Mit wiedererstarkten Aufschlägen fegte ein Hürther Wind über das gegnerische Feld, dem kein AVC-Kraut gewachsen war. Erste Auszeit bei 5:9 aus Sicht der Gäste. Davon ließ sich der TVA nicht beeindrucken und punktete vor Allem mit Maja Dirks über Mitte und Aufschlag. Zweite Auszeit bei 8:12. Diese zeigte Wirkung: mit einer Alles-oder-nichts-Einstellung holte der AVC seine Sonntagsaufschläge raus und nutzte eine kurze Schwächephase des Gastgebers zum Ausgleichen. 12:12. Der TVA ließ sich die wabbeligen Knie nicht anmerken und zog das eigene Spiel durch, bis schließlich Außenangreiferin Franka Kolz mit einem saftigen Armzug den Deckel zum 15:13 draufmachte.

Alles in Allem zeigte dieses Spiel, dass beide Mannschaften verdient an der Tabellenspitze stehen. Bis zum letzten Spieltag bleibt es noch völlig offen, wer den Relegationsplatz erreicht: selbst der fünftplatzierte MTV Köln kann sich rein rechnerisch noch bis auf den 2. Platz hochschießen. Für den TVA müssen am 6.4. in Menden mindestens 2 Punkte her, dann wären die Hürther mit einem gewonnenen Spiel mehr weiterhin auf dem 2. Platz, egal wie viele Punkte die anderen Teams noch holen.

DANKE AN DIE FANS, ohne Euch wäre das nicht halb so glatt gelaufen! 🙂

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