TVA Hürth siegt in Solingen – Die Zweite auf Kurs in Menden

Von Simon Westphal

Hürth. Als der zweite Satzgewinn feststand lagen sich die Drittliga-Volleyballer des TVA Hürth bereits jubelnd in den Armen. Und die Spieler legten noch einen drauf und gewannen das Spiel gegen die Solingen Volleys im Tiebreak mit 3:2 (25:22, 15:25, 27:25, 21:25, 15:12). „Das war eine sehr engagierte Mannschaftsleistung von uns“, freute sich Trainer Tobias Goerlich. Und das ohne den ausgefallenen Kapitän Robert Lammert, für den aus der zweiten und dritten Mannschaft Außenangreifer Hendrik Desinger und Mittelangreifer Christian Znamenacek einsprangen. 
TVA-Fans sorgen für Stimmung

Dazu kam die Unterstützung der mitgereisten Fans, die das Auswärtsspiel mit Trommlern zu einem Heimspiel werden ließen. Durch die Anfeuerungen gelang auch der Start in die Partie. Erstliga-Absteiger Solingen war in den ersten Minuten sichtlich überrascht von dem starken Auftakt der Hürther. „Neben unseren druckvollen Aufschlägen haben wir einfach wenige Fehler gemacht“, lobte Goerlich, dessen Team den ersten Satz mit 25:22 für sich entschied. Dann spielten die Solinger allerdings ihre ganze Klasse aus. Angeführt vom erstligaerfahrenen Zuspieler konnten die Volleys mit 15:25 ausgleichen. „Da hat sich dann bemerkbar gemacht, dass jeder Solinger gefühlt zehn Zentimeter größer war als unsere Spieler.“ Im dritten Satz entwickelte sich dann ein sensationelles Drittliga-Spiel mit langen Ballwechseln, dass die Hürther hauchdünn mit 27:25 gewannen und sich den ersten Punkt des Tages sicherten. Der vierte Satz ging nach einem schlechten Start zwar mit 21:25 verloren, doch im Tiebreak behielt der TVA mit 15:12 die Überhand. „Wir konnten genau das umsetzen, was wir uns im Training erarbeitet haben. Dazu zählte ein druckvoller Aufschlag und ein sauberer Block“, sagte Goerlich. Durch den Erfolg springen die Hürther wieder auf den ersten Nicht-Abstiegsrang.


Zweite mit Steigerung


Ebenfalls im Tiebreak siegte TVA II. Beim 3:2 (22:25, 25:22, 12:25, 25:19, 15:9) gegen VC Menden-Much in der Regionalliga West taten sich der TVA aufgrund einiger Ausfälle allerdings schwer. „Wir mussten viel improvisieren. Das hat immer mal wieder geklappt, aber uns fehlte die Konstanz“, sagte Trainer Markus Bosch. Beim Stand von 1:2 und dem deutlichen 12:25-Satzverlust war der TVA genervt, zeigte aber eine deutliche Steigerung. „Wir konnten das Spiel noch umbiegen“, so Bosch. Erst das 25:19 im vierten Satz und der Sieg im Tiebreak mit 15:9 – so ging das Spiel dann doch an den Favoriten. „Letztlich war es dann verdient, aber es war kein schönes Spiel“, musste Bosch zugeben. „Erfreulich war heute durch die Ausfälle, dass wir zum Rotieren gezwungen waren und den Spielern, die zuletzt häufig auf der Bank saßen, mehr Einsatzzeit verschaffen konnten.“

 

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