TVA Hürth schwimmt sich frei – Zweite vor dem Härtetest

Von Anna Neuber

Hürth. Gerd Aurbach ist mit den Volleyballern des Zweitliga-Aufsteigers TVA Hürth endlich dort angekommen, wo er nach seiner Rückkehr als Cheftrainer hin wollte – zurück in die Erfolgsspur. Nach sechs Niederlagen in Folge leiteten die Lachse mit dem 3:0 gegen SF Aligse die Trendwende ein und kehrten mit dem jüngsten 3:0-Auswärtssieg beim besser platzierten DJK Delbrück zurück auf die Siegerstraße der 2. Bundesliga. “Diesen Schwung gilt es jetzt mitzunehmen in die nächsten Duelle”, fordert Aurbach. Die Lachse wollen weiter auf der Erfolgswelle schwimmen.

Die nächste Bewährungsprobe des Tabellenneunten folgt mit einem Doppelspieltag: Am Samstag gastieren die Rheinländer ab 17 Uhr in Frankfurt bei der direkten Konkurrenz (10./21 Punkte), einen Tag später steigt das nächste Heimspiel, am Sonntag duelliert sich Hürth ab 16 Uhr in der Friedrich-Eber-Realschule mit den Gästen aus Essen (5./31 Punkte). Die heimische Begegnung ist vom Papier her die schwerere Aufgabe, dazu kommt die Anstrengung vom Vortag. Aurbach macht keinen Unterschied: “Wir gehen beide Spiele genau gleich an, für uns kommt es auf Punkte an und dabei ist es egal, gegen wen wir die holen.” Frankfurt zollt der TVA-Trainer Respekt: “Das ist eine Talentschmiede mit vielen Junioren-Nationalspielern, die groß gewachsen und unglaublich stark sind. Das wird eine harte Aufgabe.”

Erschwerend kommt hinzu, dass die Hürther die beiden Spiele nicht in Bestbesetzung bestreiten können. Oliver Staab fehlte unter der Woche krankheitsbedingt ebenso wie Benjamin Blumtritt und Norbert Engemann. Staab wird, falls überhaupt bis dahin genesen, nur am Samstag spielen. Nicolas Wessely wird lediglich am Sonntag auflaufen. “Wir werden um jeden Ball kämpfen müssen”, weiß Gerd Aurbach um die Brisanz der zweifachen Punktejagd.

Die Reserve des TVA Hürth hat am Samstag ein Auswärtsspiel vor der Brust. Der Spitzenreiter der Regionalliga West gastiert ab 19 Uhr beim Post Telekom SV Aachen, neben der SG Mondorf der ärgste Verfolger des Tabellenführers. “Der gefährlichste Mann bei den Gastgebern ist Niklas Rademacher”, fürchtet Tobias Goerlich vom TVA II. Der 2,07 Meter große ehemalige Bundesligaprofi spielte unter anderem an der Seite von Julius Brink Beachvolleyball. Rademacher ist in Wesel geboren und aktuell Spielertrainer in Aachen. “Wir stellen uns auf ihn ein”, erläutert Goerlich.

In der Hinrunde entschieden die Hürther das Duell gegen Aachen für sich, in vier Sätzen gewann der TVA II dabei 3:1. Goerlich erwartet auch jetzt ein spannendes Kopf-an-Kopf-Rennen: “Das wird das bislang härteste Match des neuen Jahres. Wir haben eine Chance, Punkte aus Aachen zu entführen, wenn wir druckvoll aufschlagen und um jeden Ball kämpfen.” Verzichten muss Goerlich jedoch auf zwei Mittelblocker, Felix Dornseiffer und Robert Lammert stehen nicht zur Verfügung. “Es kann also sein, dass wir noch nachnominieren aus der dritten Herren”, verrät Tobias Goerlich.

Quelle: Kölnische Rundschau, Anna Neuber, 10.02.2017

Foto: Peter Zylajew