Am vergangenen Samstag gab es für die angereisten Zuschauer aus dem Bonner und Kölner Raum das erste Derby zwischen dem TVA Hürth II und dem TuS Mondorf in der 3. Liga West zu sehen.

Bereits im Voraus wurde von beiden Mannschaften ein wahres Volleyball-Spektakel angekündigt, waren die bisherigen Begegnungen der beiden Teams doch stets von großen Emotionen und spektakulärer Stimmung geprägt. Und auch dieses Mal sollte die Fans beider Mannschaften auf ihre Kosten kommen. Doch der Reihe nach: Das Training der Hürther in der vergangenen Woche war nahezu ideal. Die Spieler brachten Motivation und Ehrgeiz mit, während der Coach seine besten Übungen (speziell an den Derbygegner angepasst) auspackte. Am Spieltag konnte der Trainer fast schon aus den Vollen schöpfen (lediglich Niklas, Malte und Kevin konnten nicht dabei sein) und der Aufbau lief mal wieder einwandfrei. Um das Ganze noch zu toppen schwor man sich vor Beginn der Aufwärmphase noch einmal ein: Dritter gegen Neunter. Dritte- und bundesligaerfahrene Spieler gegen unsere geile Gerümpeltruppe. Sechs Siege in Folge gegen zwei Siege insgesamt. Was zu Hölle haben wir zu verlieren?!

Frei nach diesem Motto starteten die Hürther Spieler mit einem wahren Feuerwerk. Das erfolgreichste Mittel: Stimmung und Aufschlag. Spieler wie Fans feierten was das Zeug hält und die Aufschläge fanden in einem der Mondorfer Außenangreifer ein leichtes Ziel. Getragen von diesem Punktegarant konnte man alle anderen Elemente mutig und einfallsreich aufziehen. Belohnt wurden die Kölner daher mit dem ersten Satzsieg des Spiels (25:23). Während auf Hürther Seite sehr viel funktionierte, verschlief Mondorf den ersten Satz eindeutig und beiden Seiten war klar, dass das nicht so bleiben sollte. Bereits in den ersten 10 Punkten des zweiten Satzes sollte sich dies bestätigen. Mondorf machte davon nämlich 8, während Hürth gerade einmal 2 Zähler für sich verbuchen konnte. Wieder einmal waren es die starken Aufschläge, die auch in der vergangenen Saison für Probleme sorgten. Trainer Goerlich versuchte alles in seiner Macht stehende, doch der Abstand konnte nicht mehr aufgeholt werden, Mondorf glich aus (16:25). Abwischen, weitermachen. Auf der Seite welche sich im gesamten Spielverlauf als Siegerseite rausstellen sollte begann Hürth wiedererstarkt und verließ nach nicht weniger Spielzeit als in Satz zwei das Feld. Dieses Mal jedoch ein umgekehrtes Bild, Mondorf mit hängenden Köpfen, Hürth mit einem Punkt gegen den Abstieg (25:15). Doch dieser Punkt wollte den Spielern nicht reichen denn spätestens jetzt war allen in der Halle klar: da geht was. Motiviert bis in die Haarspitzen ging es in den 4. Durchgang und wieder klappte bei Hürth alles. Vor allem in der Feldabwehr brachte man Mondorf beinahe zur Verzweiflung, allen voran Libero Thorben Burda, der eine exzellente Partie spielte. Schnell erspielte man sich eine 5 Punkte Führung und die Sensation schien zum greifen nahe. Doch Mondorf bäumte sich noch einmal auf und setzte in Aufschlag und Blockarbeit eine Schippe drauf. Punkt für Punkt kämpften sie sich heran und gewannen den Satz schließlich mehr als verdient (21:25). Im Tie-Break lies Mondorf dann nichts mehr anbrennen und nutze die Enttäuschung auf Hürther Seite aus. Mit 15:12 entschieden sie auch das dritte Derby für sich.

Zwar war die Enttäuschung groß, allerdings konnte man gegen eins der Top 3 Teams der Liga einen Punkt holen, was mit etwas Abstand betrachtet schon ganz schön geil ist. Vielen Dank an alle anwesenden Fans, die den Anhängern der Mondorfern erfolgreich Paroli boten – Hut ab! Wir gönnen uns nun eine kleine Winterpause, ehe mit diesem Hammer-Spiel im Rücken eine fulminante Rückrunde eingeläutet wird!

Eure schönen Füße

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