Eine Verletzung des Hürther Volleyballers Philipp Wynands überschattet den Auftritt in der Bonner Hardtberghalle.

Verpatzte Generalprobe für TVA bei Sleeping Art Cup

Erfreulich verläuft beim TVA Hürth die Integration des Neuzugangs Aaron Warneken. Foto: Neuber (Anna Neuber)
Von Anna Neuber
Hürth/Bonn. Die Verletzung von Volleyballer Philipp Wynands war sinnbildlich für den Turnierauftritt des TVA Hürth bei der 14. Auflage des Sleeping Art Cup. Denn schon früh war bei der Generalprobe für den Drittliga-Auftakt Mitte September am vergangenen Samstag in der Bonner Hardtberghalle deutlich, dass Hürth nicht wie im Vorjahr den Titel holen würde und angeschlagen wirkt.
Im zweiten Spiel verletzte sich Wynands an der Schulter, er musste den Wettbewerb abbrechen, der TVA um Trainer Tobias Goerlich musste fortan ohne den 1,97 Meter großen Mitte-Spieler auskommen.

Schmerzlich war nicht nur Wynands Blessur, sondern auch der siebte Platz für den TVA. Die Hürther Reserve belegte Rang neun von insgesamt zwölf Mannschaften. Coach Tobias Goerlich erklärte anschließend offen: „Noch schaffen wir es nicht, unsere Trainingsleistungen im Wettkampf abzurufen.“

Anders machten es die Mannschaften, die auf dem Papier schon im Vorfeld als Favoriten gehandelt wurden, allen voran die Vertreter aus der 2. Bundesliga. Den Turniersieg sicherte sich Mit-Gastgeber TuS Mondorf, der direkt mit wechselndem Personal in zwei Teams antrat, eines wurde Turniersieger, das andere belegte Rang sechs. Der zweite Gastgeber aus der Oberliga, der SSF Fortuna Bonn, wurde am Ende Elfter. Am Sonntag war der SSF erfolgreich, die Drittliga-Damen gewannen vor ihrem Heimpublikum das Turnier.

Übungsleiter Tobias Goerlich vom TVA sieht für seine Hürther Mannschaft vor dem Saison-Auftakt gegen den SF Aligse am 14. September noch Luft nach oben und Handlungsbedarf: „Jetzt geht es für uns darum, das Puzzle weiter zusammen zu setzen. Wir werden in den kommenden zwei Wochen weiter intensiv an uns arbeiten, speziell an druckvollen Aufschlägen und am Zusammenspiel zwischen Zuspieler und Angreifern.“ Denn das klappte im Turnier nicht wie erhofft.

Gleich zum Turnierbeginn verschliefen die Hürther den Start gegen den SSF Bonn. Die Folge: Alleine im ersten Satz machte der TVA zehn Aufschlagfehler. Nichtsdestotrotz setzte sich das Goerlich-Team am Ende durch und gewann mit 2:0 (25:20, 25:16). Gegen die Zweitliga-Mannschaften TuB Bocholt und TuS Mondorf waren die Hürther ohne Chance. „Auf die Partie gegen Bocholt hatten sich alle gefreut“, offenbarte Goerlich. Am Ende konnte der TVA zwar das 13:25 mit einem 25:20 ausgleichen, der dritte Satz (15:5) und der 2:1-Sieg ging aber an Bocholt. Gegen Mondorf verlor der TVA mit 0:2 (16:25, 22:25). Goerlich gestand nach dem Derby: „Da waren wir von uns selber enttäuscht, weil wir mit so wenig Engagement auf dem Feld standen.“

Das Platzierungsspiel gegen den Brühler TV entschied die Mannschaft aus Hürth mit 2:1 für sich. Nach dem 1:1-Unentschieden lieferten sich die Mannschaften „im Tiebreak einen harten Kampf, hinten heraus mit etwas Glück für uns“, berichtete Goerlich.

Der TVA-Trainer war trotz des Abschneidens und der Verletzung von Wynands nicht allzu enttäuscht: „Wir arbeiten weiter an uns, damit wir für den Saisonstart perfekt präpariert sind. Neuzugang Aaron Warneken hat sich gut integriert, auch Nikita Nikitin passt sich gut ins in mannschaftliche Gefüge ein.“

Tobias Goerlich,

Trainer TVA Hürth

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