Damen 1 gewinnt gegen SG SV SL SU SDingsbums … gegen Aachen halt mit 3:2.

Trainer Gerald Dexel schickte sein Team in einer veränderten Aufstellung in die Partie, die den Positionstausch der beiden Außenangreiferinnen vorsah. Kleiner Wechsel, große Wirkung. Bei Hürth herrschte zwei Sätze lang viel Verwirrung und ordentlich Chaos. Angesteckt durch die anfängliche Unsicherheit produzierten auch die anderen Positionen Fehler wie am Fließband, Aachen spielte konstant gut und entschied die Sätze 1 und 2 verdient und souverän für sich. Ob es nun an der ungewohnten Aufstellung, dem gut aussehenden Schiedsrichter (Theresa lässt grüßen!) oder den allgemein aufkommenden Frühlingsgefühlen lag, bei Hürth funktionierte rein gar nichts. (22:25, 15:25).

Erst in Satz 3 begann für das Team um Libera Stine Schücker der zweite Frühling. Die Aufschläge wurden druckvoller, Annahme und Abwehr stabilisierten sich und Zuspielerin Jihan El Sawaf setzte die Angreiferinnen in Szene. Aachen machte Fehler und verlor den Faden. Mittelblockerin Maja Dirks, die mit ihren Aufschlägen jedes Mal einen guten Vorsprung rausholte, besiegelte den Satzgewinn mit 25:20.

Im vierten Satz fand Aachen zurück zu alter Stärke und es entwickelte sich ein spannendes Spiel mit guten Aktionen auf beiden Seiten. Bis Mitte des Satzes konnte sich keine Mannschaft nennenswert absetzen, Trainer Dexel wechselte viel durch, um die maximale Angriffspower in den Hürther Reihen aufrecht zu erhalten. Beim Stand von 19:22 sah es zunächst nach einer Klatsche für den TVA aus, doch so schnell gibt sich ein Tabellenzweiter nicht geschlagen. Mit absoluter Willenskraft und knochenharter Arbeit wurde der Vorsprung verringert und erneut sicherte Maja Dirks am Aufschlag den Ausgleich zum 22:22. Es folgte ein Krimi, den die ARD gut und gerne am Sonntagabend zur Primetime ausstrahlen könnte. Spektakuläre Abwehraktionen mit todesverachtender Waghalsigkeit, Nerven aus Stahl und eine Prise Glück brachten dann nach diversen abgewehrten Matchbällen das 31:29 und den Ausgleich nach Sätzen.

Mit dem psychologischen Vorteil im Rücken ging es in den Tie-Break. Und jetzt wurde die Tabellenplatzierung das erste Mal deutlich: Hürth punktete mit starker Blockarbeit und knallharten Angriffen. Vor Allem über Diagonalspielerin Lilo Kuchenbecker gelangen viele direkte Punkte, was Trainer Dexel dazu bewog, diese dazu zu nötigen, sich selbst im Spielbericht zu loben. Auch über die anderen Positionen wurde kein Punkt liegengelassen und Neptuns Töchter fanden nicht mehr ins Spiel. Der letzte Satz ging verdient mit 15:10 an den TVA.

Auch wenn nach den ersten beiden Sätzen ein 0:3 in Ordnung gegangen wäre, kommen die Hürtherinnen mit einem blauen Auge und 2 wichtigen Punkten davon, die den zweiten Tabellenplatz sichern. Kompliment an Aachen für starke Annahmen und überragende Abwehrarbeit, die dem TVA das Leben sehr erschwerten.

Mit bleischweren Beinen wurde am Sonntag noch um den Einzug in die nächste Pokalrunde gekämpft, die auch mit allerletzter Kraft mit zwei 3:0-Siegen erreicht wurde.

 

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