Zeit für einen Umbruch

Beim TVA Hürth leitet Tobias Goerlich den Neubeginn ein

Hürth. Nach dem Doppel-Abstieg des TVA Hürth I und II folgt nun der große personelle Umbruch. Aus dem ehemaligen Team der Zweitliga-Volleyballer stehen aktuell nur vier Namen auf der Liste von Tobias Goerlich, der zuletzt noch die TVA-Reserve coachte, fortan aber bei der ersten Herren an der Seitenlinie die Zügel in die Hand nimmt. Wieder agiert Goerlich in der 3. Liga West, mit einem ähnlichen Team wie im Vorjahr. Denn mit Jan-Eric Schneider, Lukas Kopfer, Florian Hannich und Max Müller haben sich nur vier Akteure für einen Verbleib beim TVA I entschieden, andere Spieler wechseln den Verein oder treten kürzer. So wie zum Beispiel der ehemalige Kapitän Dominik Werthmann. „Es sind sechs Spieler bei der dritten Herren im Gespräch“, verrät Goerlich offen.

Das bringt ihn nicht aus der Ruhe, schließlich bleiben verlässliche Stammspieler der Zweitvertretung auch in der neuen Saison unter der Obhut von Goerlich. Spieler wie Thorben und Moritz Burda, Slava Vasechko oder auch Niklas Kanski. Einzig Stephane Lebreton wird erst 2019 zur Mannschaft stoßen, er ist noch am Knie verletzt. „Wir haben auch schon Anfragen von externen Spielern erhalten“, sagt Goerlich, der das Traineramt von Gerd Aurbach übernimmt.

Die erste gemeinsame Trainingseinheit mit alten und neuen TVA-Gesichtern sowie externen Spielern, die zur Probe vorbeischauen, fand am Dienstag der vergangenen Woche statt. „Das wird ein bunter Mix an Spielern nächste Saison. Wir suchen derzeit noch ein bis zwei Zuspieler und mindestens einen Außenangreifer“, betont Goerlich selbstbewusst. Die neu geformte Mannschaft wird dann in der 3. Liga West an den Start gehen, der TVA II spielt in der neuen Spielzeit in der Regionalliga West. „Für dieses Team suchen wir aktuell noch einen Trainer und auch neues Spielerpersonal“, erklärt Goerlich.

Auch an dieser Schnittstelle wird deutlich: Der TVA Hürth befindet sich nach dem Doppel-Abstieg im Umbruch. Die dritte Herren wird mit möglichen Neuen aus dem ehemaligen Zweitliga-Team ebenfalls durchmischt, „da bilden sich jetzt ganz neue Mannschaften und Strukturen“, begreift Goerlich diesen Umbruch sowohl als große Veränderung und auch als Chance.

Trainer Goerlich freut sich auf den Neuanfang und die ersten Trainingseinheiten mit den externen Spielern, „ein Libero zieht aus Freiburg nach Köln, ein Spieler von der SG Mondorf zieht ebenfalls in die Domstadt und schaut vorbei“, erzählt Goerlich zufrieden. Noch in diesem Monat will sich die neue Mannschaft des TVA finden und erste Übungseinheiten absolvieren, im Juni soll der vorläufige Saisonkader stehen und auch der neue Kapitän benannt werden.

DIE LIGASTRUKTUR

Der Deutsche Volleyball Verband stellte am vergangene Wochenende die Staffelstruktur der kommenden Drittliga-Saison vor. Zwölf Mannschaften treten in der Gruppe West gegeneinander an, es wird mindestens drei Absteiger geben.

Neben dem SF Aligse oder TV Hörde, die die Spieler des TVA II noch aus der Vorsaison kennen, gibt es eine Überraschung, nämlich die Solingen Volleys. Der ehemalige Bundesligist spielt ab sofort in der dritten Liga.

Nach dem Abstieg als Tabellenschlusslicht und dem Abschied ihres Managers Helmut Weissenbach meldeten die Volleys in der 3. Liga. (ane)