Die Damen 1 vom TVA setzt ihre Siegesserie fort und gewinnt zu Hause gegen starke Gegnerinnen vom MTV Köln.

Aus vielen vorangegangenen Duellen gegen die Damen vom MTV wusste das Team um Erfolgstrainer Geri Dexel bereits: es steht ein hart umkämpftes Spiel an! Und so sollte es auch kommen…

In Satz 1 setzten die Spielerinnen um Libera Mona Dexel einfach das fort, was auch schon in den Spielen zuvor wunderbar geklappt hatte: viel Aufschlagdruck, stabile Annahme und BALLERN! Der MTV hingegen musste sich an all die Kameras und den Druck des Millionenpublikums vor den Bildschirmen erstmal gewöhnen und fand nicht ins Spiel. 25:14 für den TVA.

In der Gewissheit, dass das jetzt erst richtig losgehen wird, starteten die Hürtherinnen frohgemut in den zweiten Satz. Die Gäste aus Köln bauten zunehmend Druck auf und es entwickelte sich ein äußerst attraktives Spitzenduell. Kein Ball wurde leichtfertig aufgegeben, der TVA fand nach einem Rückstand von 7:13 langsam wieder ins Spiel, konnte die Punkte jedoch nicht wieder aufholen. Kleinere Fehler am Netz und MTV mit ein bisschen Spielglück (Zitat der Topkommentatoren) sorgten für ein 21:25 für die Kölnerinnen.

Davon unbeeindruckt zogen die Gastgeberinnen aus Hürth topmotiviert zur dritten Runde in den Kampf. Und es folgte ein Raketenstart mit guten Aufschlägen von Mittelblockerin Maja Dirks. Die Annahme der Hürtherinnen glänzte wie schon in allen Spielen mit wahnsinniger Stabilität, Zuspielerin Sonja Rademacher verteilte schnelle Pässe und die Angreiferinnen taten das, wofür sie bezahlt werden. Äh, bezahlen. Das Kommentatorenduo überschlug sich in nicht ganz neutralen Lobesreden und der TVA entschied den dritten Satz erneut sehr deutlich mit 25:15 für sich.

In Runde 4 entwickelte sich ein spannendes Kopf-an-Kopf-Rennen, in dem das Team der Lieblingscoaches 2G+++ sich mit guten Aufschlägen von Kapitänin Sirit Bergermann erstmals bei 11:9 absetzen konnte. Doch die Gäste ließen sich nicht abschütteln, kämpften sich wieder ran und konnten sich mit guten Angriffen die Führung sichern. Es wurde gekämpft, gekratzt, gebissen und geballert, keine Seite schenkte der anderen etwas. Der MTV erhöhte den Aufschlagdruck und ausgerechnet zur Crunchtime ging Libera Mona Dexel der allererste Ball von der Hand an die Wand. 16:20 für die Kölnerinnen. Trainer Geri Dexel gönnte seiner – bis dahin fehlerfreien – Tochter eine kurze Pause und schickte mit Stine Schücker Libera Nummer 2 auf das Feld, die nach fast 4 Sätzen auf der Bank keinerlei Zeit zum Einfühlen benötigte, sondern die Annahmen mit lässiger Eleganz ans Netz schob und auch in der Abwehr sofort glänzte. Doch bei aller Eleganz nutzte der MTV seine Chancen besser, spielte mutig und belohnte sich mit dem Satzausgleich. 20:25 und 2:2.

Im Tie-Break konnte sich lange Zeit kein Team absetzen. In der ersten Satzhälfte zeichneten sich beim TVA vor Allem die Mittelblockerinnen Maja Dirks und Ronja Krämer aus, die in Angriff und Block zupackten und auch in der Abwehr eine gute Figur machten. Zum Seitenwechsel führte der TVA Hürth mit 8:7, der MTV konnte sich jedoch wieder auf 9:8 steigern. Dank einiger Fehler der Kölnerinnen, die nun ab und zu Nerven zeigten und dank warmgelaufener Diagonalbomberin Daria Schoser konnte der TVA sich auf 12:10 absetzen. MTV kämpfte sich ebenso schnell wieder ran. 12:12. Die Spannung in der Halle war mit Händen greifbar, die Spielerinnen auf den Bänken verausgabten sich ebenso wie diejenigen auf dem Feld. Die Hürther Coaches verloren mindestens 10 Strähnen der eh nicht mehr ganz so üppigen Haarpracht. Und das Ende noch völlig offen. Beim 13:12 für MTV erkämpfte sich Coach “Glücksgerd” Aurbach die gelbe Karte. Beim 13:13 zeigte Diagonalangreiferin Daria Schoser ihre “Übermacht” am Netz und knallte den Gegnerinnen das Leder vor die Füße. Matchball. Lang umkämpfter Ballwechsel. Mitte Ronja Krämer hat schließlich irgendwann genug und baut schonmal das Netz ab. Netzfehler. 14:14. Um den Fehler wieder gutzumachen, ballert Klein-Ronnie den nächsten Pass ins kölsche Feld. 15:14 für Hürth und erneut Matchball. Dieses Mal Daria Schoser am Aufschlag. Wieder ein langer Ballwechsel. Plötzlich ein Pfiff. Netzfehler. Kurzer Herzinfarkt bei Allen. Ronja? Nein, dieses Mal nicht. Netzfehler beim Gegner und damit der Sieg für den TVA. 16:14.

Ein glückliches Ende für die Hürtherinnen, die erneut mit einer sehr stabilen Annahme glänzten (neben den Liberas sollte man hier auch endlich mal Kapitänin Sirit Bergermann erwähnen, die in nahezu jedem Spiel bisher unfassbar sicher jeden Aufschlag ans Netz brachte und auch im Angriff heute seeeehr durchsetzungsstark ihre Punkte erzielte!!!) und die dank ihres breit aufgestellten Topkaders jederzeit gute Wechselmöglichkeiten nutzen konnten.

Kompliment an einen guten Gegner, mit dem glücklichen Sieg gegen MTV behauptet der TVA nun die Tabellenspitze mit 5 Punkten Vorsprung.

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