Wie unser Coach Tobi Goerlich bereits beim Abschlusstraining am Donnerstag feststellte, sind wir auf gutem Weg unser zu Saisonbeginn gestecktes Ziel zu erreichen:  Eine Platzierung im oberen Mittelfeld. Am vergangenen Sonntag hätte dieses Ziel nur mit einem Sieg, gegen den bis dahin Zweitplatzierten, TSV Germania Windeck in Gefahr geraten können. Mit einem Sieg wären wir  gegebenenfalls sogar bis an die Tabellenspitze gerutscht und hätten somit unser Saisonziel verfehlt.

Hoffnung gab uns jedoch die Tatsache dass die Windecker bereits das Hinspiel 3:2 für sich entschieden, sowie die letzten vier Punktspiele der Windecker, in denen die Jungs nur einen einzigen Satz abgaben.

Frohen Mutes machten wir uns also auf in das idyllische Windeck an der Sieg. Bereits bei der Ankunft mussten wir feststellen, dass sich nicht alle auf das Saisonziel fokussierten, denn anstatt mit einer Notbesetzung anzutreten, traten wir mit einem Stammkader von 12 Spielern, einem Trainer und zwei Fans (hier nochmal Danke fürs mitfahren) an. Auch die Motivationsrede von Coach Goerlich ließ darauf schließen, dass er kurzzeitig das Saisonziel aus den Augen verloren hatte, oder einfach nur etwas schlaftrunken von dem Auswärtsspiel der Herren 2 am Vortag war, da er nun kurzfristig mit einem Sieg liebäugelte.

Mit ein bisschen Angst vor einem eventuellen Sieg gingen wir somit, vor einer für die Halle beachtlichen Zahl von Zuschauern, in die Partie. Schon zu Beginn konnten wir jedoch feststellen, dass die Windecker nicht zu Unrecht die vollen 12 Punkte aus ihren letzten vier Spielen mitnahmen. Gerieten wir im ersten Satz immer wieder kurzfristig in die Verlegenheit durch erfolgreiche Angriffe in Führung zu gehen, so konnten wir uns doch immer wieder auf Aufschlagfehler unserseits, sowie durch erfolgreiche Angriffe des Gegners verlassen. Der erste Satz ging somit mit 25:18 recht schnell an die Windecker.

Im zweiten Satz geschah dann unfassbares. Aus einem nicht erklärbaren Grund wurde auf einmal das Saisonziel über Haufen geworfen und der Satz sollte zu einem Kopf an Kopf rennen werden. Jeder Punkt wurde hart umkämpft und kein Ball wurde verloren gegeben. Die starken Annahmen von Kai und den beiden Steffens ermöglichten immer wieder das schöne und effektive Zusammenspiel zwischen Zuspieler Wolf und Mittelblock Christian. Immer häufiger stellten wir den Block in den Weg des gegnerischen Angriffs. Somit war dieser Satz bis zu Letzt ein offener Schlagabtausch, in dem sich nichts geschenkt wurde. Erst beim Stande von 25:24 für uns kamen wir wieder zu Sinnen und konzentrierten uns auf unser Saisonziel und gaben den Satz, unter anderem mit zwei erfolgreichen Aufschlagfehlern, mit 25:27 an die Windecker ab.

Der dritte Satz starte nun sehr erfolgsversprechend für unser Saisonziel. Direkt zu Beginn konnten wir in einen vier Punkte Rückstand geraten. Diesen Rückstand ließen wir uns auch nicht mehr nehmen und konnten ihn zum Ende hin sogar mit Aufschlagfehlern und einem löchrigen Block ausbauen. Hilfestellung beim Ausbau des Rückstandes erhielten wir nun noch von Seiten der Windecker, welche mit guten Abwehraktionen unsere Angriffe zu verteidigen wussten. Einzig Libero Steffen schien noch komplett von der Rolle zu sein, da er nahtlos an den zweiten Satz anknüpfte und immer wieder die teilweise blockfreien Angriffe der Windecker abwehrte. Trotzdem gelang es uns am Ende des dritten Satzes mit 9 Punkten hinten zu liegen und den Satz mit 25:16 an Windeck abzugeben. Somit konnten wir nach 59 Minuten erfolgreich unseren Tabellenplatz halten und müssen vorerst keine Angst haben das Saisonziel zu verfehlen.

 

Mein Fazit des Spiels (nun ohne Ironie): Wir stießen hier auf sehr starke Windecker, welche sich für diese Saison den Aufstieg vorgenommen haben. Dies ließen sie uns deutlich spüren, denn letzten Endes wollten sie den Sieg mehr als wir. Nichts desto trotz sollte uns der zweite Satz gezeigt haben, dass wir mithalten können und mit ein bisschen mehr Siegeswillen (und Konzentration beim Aufschlag) auch solche Spiele für uns entscheiden können.

Für den TVA spielten unter Coach Tobias Goerlich:

Björn Derpa, Wolf Kleemann, Alexander Roozen, Christian Znamenacek, Sven Hofmann, Torsten Fricke, Tobias Lindenberg, Steffen Zindler, Oliver Greb, Kai Derpa, Steffen Probst & Manuel Croon