Damen 1 gewinnen auswärts beim AVC mit 3:0 und erobern die Tabellenspitze zurück.

In dem Wissen, dass der AVC einen kleinen Heimvorteil dank niedriger Hallendecke innehatte, nutzten die Damen vom TVA das große Immobilienportfolio des Vereins um in den kleinsten und flachsten Hallen das Volleyballspielen neu zu definieren. Nach einer trainingsintensiven Woche spazierten die Spielerinnen – nicht ausgeschlafen, aber immerhin wach – in die Halle der Gastgeberinnen und die Deckenhöhe sorgte dieses Mal nicht für Beklemmungen und sorgenvolle Blicke.

So startete auch der 1. Satz mit einer konstant guten Annahme, Zuspielerin Anna Wächter verteilte hübsche Pässchen und die Angreiferinnen machten nette Pünktchen. Durch einen gewohnt hohen Aufschlagdruck konnte sich das Team um Interimscoach Niklas Rademacher schnell und deutlich absetzen und wähnte sich beim Stand von 20:15 schon in Sicherheit. Doch plötzlich gab es ein wenig Nervenflattern auf Seiten der Gäste, Fehler im Angriff sorgten für gute Stimmung beim AVC und das Kölner Team fand zunehmend Gefallen am Punktemachen. Bis zum 24:24 konnten sich die Gastgeberinnen herankämpfen, doch dann fand der TVA in Person von Außenangreiferin Eva Anders zu alter Nervenstärke zurück und diese besiegelte mit einem Servicewinner den Satzgewinn mit 26:24.

Satz 2 gestaltete sich ausgeglichener und es wurde ein Spiel für’s Auge. Starke Abwehraktionen, hart umkämpfte Ballwechsel, spektakuläre Rettungsaktionen und ein gleichbleibend knapper Spielstand ließen die Zuschauer auf ihre Kosten kommen. Erst beim 16:13 konnten die Hürtherinnen um Libera Stine Schücker die erste gegnerische Auszeit erzwingen. Davon jedoch unbeeindruckt machte das Team vom TVA weiter sein Ding und zwang die Kölnerinnen zu Glanztaten in der Abwehr. Trotz der beeindruckenden Performance der gegnerischen Defense hielten die Nerven dieses Mal stand und der Satz ging mit 25:22 ebenfalls an die Gästinnen.

Die dritte Runde begann zunächst wieder sehr positiv für den TVA. Mit 9:4 konnte man sich schnell sehr absetzen, doch dann zwang ein technisches Problem die Spielerinnen zu einer kurzen Unterbrechung und brachte die Hürther Maschinerie ins Stottern. Der AVC kam in Schwung und glich bei 12:12 aus. Ähnlich wie im 2. Satz wurde es erneut ein harter Fight, dieses Mal jedoch mit vielen Eigenfehlern – zunächst auf Hürther Seite und gegen Ende auch auf Seiten der Gegnerinnen. Die druckvollen Aufschläge landeten zu oft im Netz oder im Nirvana und tatsächlich bekam auch die perfekte Annahmemauer den ein oder anderen kleinen Riss. Gegen Ende des Satzes waren die Risse wieder fest verspachtelt und auch Angriff und Block funktionierten wieder nahezu fehlerlos. Nur die Aufschläge flogen zu oft ins Netz. Glücklicherweise begann auch der AVC pünktlich zur Crunchtime Fehler zu machen und so wurde das Satzende ein wahrer Krimi. Beim Stand von 30:29 war es dann Mittelblockerin Maja Dirks, die mit einem monströsen Monsterblock die Gegnerinnen in die Knie zwang und dem TVA einen hart erarbeiteten 3:0-Sieg bescherte.

Das deutliche Ergebnis täuscht ein wenig über den tatsächlichen Spielverlauf hinweg, der zu jeder Zeit knallhart umkämpft und über weite Strecken auch ausgeglichen gut war. Chapeau an unsere starken Gegnerinnen!

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