Damen 1 gewinnt das zweite Saisonspiel und sichert sich die Tabellenspitze.

Vor etwas über einem Jahr gab es gegen den PTSV Aachen zu Hause eine saftige Klatsche, dieses Mal sollte die – coronabedingt – noch nicht beglichene Rechnung zurückgezahlt werden. Auch auf den Printenpreis vom Vorbereitungsturnier wartet Diagonalangreiferin Daria Schoser noch händeringend, doch Geschenke wollten die Aachenerinnen wohl nicht verteilen… So jedenfalls mutete der erste Satz an, der mit einem Endergebnis von 30:32 nicht spannender hätte ausfallen können. Nach einer ersten Auszeit beim Stand von 4:8 arbeitete sich das Team um die Lieblingscoaches Dexel, Burda und Aurbach (geil, werden immer mehr!!!) langsam ins Spiel ein und konnte den Rückstand schnell ausgleichen. Mit stetig wachsendem Aufschlagdruck drehte sich das Spiel und Daria Schoser konnte mit einer kleinen Serie die erste Führung bis 17:14 ausbauen. Doch Aachen hielt dem Druck stand und kämpfte sich wieder heran, es entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, den die Gäste schlussendlich für sich entschieden.

Keinesfalls entmutigt, sondern angefacht durch das neue, absolut öffentlichkeitstaugliche Satzbeginnmotivationsgebrüll, startete die Mannschaft um Zuspielerin Sonja Rademacher in unveränderter Aufstellung in die zweite Runde. Und wie sie starteten! Beim 5:1 musste Aachen die Notbremse ziehen und die erste Auszeit nehmen. Davon ließen sich die TVA Damen freilich nicht bremsen und fegten durch die Halle, als wäre am Montag trainingsfrei. Zu keiner Zeit gaben sie die Führung ab, daran konnten auch einige kleine Flüchtigkeitsfehler und Schusseligkeiten nichts ändern. Ungefährdet tüteten die Hürtherinnen den Satz mit 25:19 ein.

Coach Dexel war trotz aller Eindeutigkeit noch nicht zufrieden. Seine Spielerinnen hätten “zu wenig Schaum vorm Mund” gehabt und sollten doch bitteschön jetzt von Anfang bis Ende des Satzes voll fokussiert bleiben. Also kein Getratsche mehr am Netz und in der Annahme bitte nicht schon wieder die Nägel lackieren! Als hätten sie ihm zugehört, stellten die Hürther Spielerinnen nun jegliche Eigenfehler ein, beförderten jede Annahme auf den Punkt zur eingewechselten Zuspielerin Anna Wächter, die wiederum glänzte bei der Ballverteilung und die Angriffe schlugen mit brachialer Gewalt ins Aachener Feld ein. Auch Block und Abwehr standen erste Sahne und so konnten die Gäste wechseln wie sie wollten, der TVA ließ sich durch nichts aus der Fassung bringen. Schaum war da und der Satz ging verdient mit 25:16 an völlig fokussierte Hürtherinnen.

Satz 4 sollte nun in die Geschichtsbücher eingehen. Nach einem kleinen Fehlstart der Gastgeberinnen (hatten etwas Schaum in die Augen bekommen), musste Coach Dexel bei 1:6 eine Auszeit nehmen und seine Spielerinnen neu zur Ordnung rufen. Einmal tief durchatmen und dann wieder ab zur Schaumparty! Beim Stand von 3:7 kommt jetzt der Punkt, an dem es verrückt wird: die eingewechselte Diagonalangreiferin Lilo Kuchenbecker, ihres Zeichens eher kompromisslos im Block als am Aufschlag, schafft mit einer Aufschlagserie den Ausgleich und sogar die Führung! Ich!!! Also Diagonalangreiferin Lilo Kuchenbecker!! Holy Aurbach, das gab es noch nie! Jedenfalls brachte das die Hürther Dampfwalze wieder in die Spur und ab diesem Punkt lief es wieder wie geschäumt. Abgezockt, konzentriert und fehlerfrei setzten die Spielerinnen vom TVA Aachen konsequent unter Druck, sodass die Gäste kaum noch aus der Defensive kamen und nur ab und zu mal ein verzweifelter Angriff die Hürther Block-Feldabwehr durchbrach. Am Ende lautete das Ergebnis auch hier verdient 25:18 und brachte somit den 3:1 Heimsieg.

Alles in allem ein sehr gutes und spannendes Spiel, das trotz der teilweise recht deutlichen Ergebnisse absolut heiß umkämpft war und definitiv auf Augenhöhe stattfand. Chapeau vor guten Gegnerinnen, die dann vielleicht beim nächsten Mal die Printen für Daria mitbringen. Dann haut sie auch nicht so feste! 😉

PS: Danke ans beste Trainertrio Dexel, Burda, Aurbach! Gerd, du hattest die Haare schön!

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