Hürth verliert in Gießen mit 0:3

Von ANNA NEUBER

Giessen/Hürth. Die Volleyballer des TVA Hürth fanden auch am sechsten Spieltag der 2. Bundesliga Nord keinen Weg in die Erfolgsspur. Dass die Aufgabe beim Tabellenführer in Gießen eine äußerst schwere sein würde, davon war Cagri Akdogan bereits im Vorfeld ausgegangen. “Und tatsächlich hatten wir große Schwierigkeiten, überhaupt in die Partie zu finden”, gestand der Trainer nach dem deutlichen 0:3 (14:25, 22:25, 15:25). Der Spitzenreiter brauchte in Summe nur 76 Minuten, um dem Aufsteiger, der bisher einmal gewinnen konnte, die Grenzen in der Zweiten Liga aufzuzeigen.

Vor allem im ersten Satz taten sich die Hürther, die ohne Nicolas Wessely, Oliver Staab und Max Schmitz-Porten angereist waren, richtig schwer. Akdogan vermutete, dass das in erster Linie mit der Konzentration zu tun hatte. “Vom Kopf her waren wir noch gar nicht anwesend, sondern noch auf der Autobahn”, mahnte der Trainer. Gießen fertigte die Lachse daher mit 25:14 ab.

Mats Bastian Gerhard als MVP ausgezeichnet

“Besser lief es dann im zweiten Satz, da waren wir zwischenzeitlich auf Augenhöhe”, analysierte der TVA-Trainer weiter. Mats Bastian Gerhard, der nach dem Spiel genau wie Gießens Marcin Kapusniak zum Most Valuable Player gekürt wurde, überzeugte Akdogan. “Er hat ein tolle Leistung gezeigt, auch unsere Liberos haben einen guten Job gemacht”, verteilte er weiteres Lob.

Insgesamt waren die Leistungsunterschiede zum Tabellenführer jedoch zu deutlich, Gießen zog nach dem knappen 25:22 im zweiten Satz im dritten Durchgang endgültig davon. Der Bann war gebrochen, Der TVA unterlag hier 15:25. “Nichtsdestotrotz müssen wir weitermachen und kämpfen, von Spieltag zu Spieltag”, erklärte Cagri Akdogan. Mit nur einem Sieg im Rücken (3:0 gegen den Tabellenvorletzten aus Braunschweig) rangiert der Liga-Neuling aktuell auf Platz elf und lässt damit noch drei Mannschaften hinter sich. Am Samstagabend empfängt der TVA den Tabellensiebten, den SV Lindow-Gransee. Akdogan verriet direkt nach der 0:3-Pleite in Gießen: “Wir werden das aufarbeiten und dann den Blick schnell wieder nach vorne richten.”

Quelle: Kölnische Rundschau, Anna Neuber, 24.10.2016

Foto: Peter Zylajew

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