Zweitligist verliert in Bocholt im Tiebreak

Von Anna Neuber

Hürth. Noch vor wenigen Tagen freute sich Stephane Lebreton auf das Comeback bei den Regionalliga-Volleyballern des TVA Hürth. Doch dann kam vorm Duell mit den Füchsen Ratingen die erschreckende Nachricht: Es reicht noch nicht, Lebreton wird nicht spielen. “Der finale Test verlief anders als geplant, der Fuß bereitet immer noch Schmerzen”, musste Trainer Tobias Goerlich erkennen und die Nominierung streichen. Das Team kämpfte somit auch für Lebreton und gewann zu Hause 3:1 (27:25, 28:26, 21:25, 29:27).

Und auch beim Zweitliga-Team gab es kurzfristige Ausfälle: Erst wenige Stunden vor der Fahrt zum TuB Bocholt erfuhr Cagri Akdogan, dass Dominik Werthmann ausfällt. “Er rief mich an, es ging einfach nicht”, erklärte der Trainer. Akdogan musste umstellen und auf den Kapitän verzichten. “Im ersten Satz hat sich das zum Glück noch nicht bemerkbar gemacht, wir sind gut reingekommen”, beschrieb der Hürther Trainer den 25:20-Auftritt der Gäste.

Im zweiten Satz mussten die Lachse jedoch einstecken, Bocholt erkämpfte sich ein 25:18. “Sie haben unsere Schwächen geschickt ausgenutzt”, zollte Akdogan dem Gegner Respekt. Und die Gastgeber blieben hartnäckig, die Partie kippte durch ein 25:19 zum 2:1. Akdogan stellte danach um, im vierten Satz verteidigten die Hürther eine stets knappe Führung über die Zeit (26:24). “Da haben wir endlich mal unsere Cleverness ausgenutzt”, freute sich der Coach über das 2:2. Im Tiebreak vergaben die Hürther allerdings zwei Matchbälle. “Eine Attacke von Sebastian Schnorr war gut, aber leider nicht im Feld”, so Akdogan. Bocholt machte es besser und kletterte mit dem 3:2-Erfolg sogar aus der Abstiegszone raus. “Wir wollen uns nicht an Kleinigkeiten aufreiben, sondern blicken nach vorne”, versuchte Akdogan aus diesem Schlüsselspiel Positives mit in die nächste Woche zu nehmen.

Goerlich brauchte nach dem 3:1 des TVA II nicht lange nach Positivem suchen: “Für mich war es bisher das hochklassigste Duell, was ich in der Liga gesehen habe.” Zwar musste Goerlich nach dem unfreiwilligen Aus von Lebreton sowie der kurzfristige Absage von Kevin Osterfeld umbauen, die Mannschaft reagierte aber geschlossen stark. Auch, als sich im ersten Satz beim Stand von 1:4 Matthias Blatt einen Bänderriss zuzog. Die Hürther gewannen den Satz 27:25. “Ich hatte zum Glück noch Armin Hansen und Nikita Nikitin als Back-up aus der Dritten auf der Bank”, war Goerlich froh. Für den erkrankten Malte Köhler stand Christoph Siebert im Kader und kam als einziger Aushilfsspieler zum Einsatz.

“Es war ein tolles Duell auf Augenhöhe”, erklärte Goerlich. Denn auch der zweite Satz ging an die Hürther (28:26). Einzig den dritten Abschnitt holten sich die Ratinger mit 25:21. Den siebten Sieg im siebten Spiel ließen sich die Hürther allerdings nicht mehr nehmen.

Quelle: Kölnische Rundschau, Anna Neuber, 05.12.2016

Foto: Peter Zylajew

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