Vorbericht zum Spiel gegen Lintorf
Von ANNA NEUBER
Hürth.
Die Reserve des TVA Hürth gewann am Mittwoch ihr Regionalligaspiel beim TuS Iserlohn 1846 mit 3:0 (25:22, 25:21, 25:14). Trainer Markus Bosch war äußerst zufrieden: „Das war trotz Stau und langer Anreise ein souveräner Sieg, unser Ziel ist weiterhin die Meisterschaft.“Das Drittliga-Team aus Hürth muss nach dem 0:3 gegen FC Junkersdorf am Samstag (19 Uhr) erneut bei einem Aufsteiger ran, beim Vorletzten VfL Lintorf. „Spielerisch ist das Team für uns ein weißes Blatt, wir kennen es nicht. Aber aus meiner aktiven Zeit weiß ich, dass die Stimmung in der Halle frenetisch und laut ist“, erklärt TVA-Trainer Tobias Goerlich. Im „Hexenkessel in Lintorf“ sei alles möglich.

Zumal die Hürther nicht komplett sind. „Alle Position sind nur so eben besetzt, wir werden wahrscheinlich auffüllen müssen“, so Goerlich. Björn Blumtritt hat sich im Derby verletzt und fehlt wochenlang, Christopher Siebert hat sich eine Plantarfaszien-Ruptur in der Fußsohle zugezogen. Zudem fehlen Erik Grimm, Slava Vasechko und Stephane Lebreton aus privaten Gründen. „Leo Takezawa ist der einzige Zuspieler und hat noch kein Liga-Duell bestritten, Trainingsschwerpunkt war seine Abstimmung mit den Angreifern“, offenbart Goerlich. Abseits der 125-Jahrfeier strebt der TVA die nächsten Punkte an: „Sollten wir wider Erwarten eine schnelle Partie haben, könnten wir noch zur Party nachkommen. Eine schöne Motivation.“

Nachbericht: Starker Beginn bringt TVA Zählbares
Erstmals auf der Position des Zuspielers darf sich Leo Reka Takezawa (l.) für den TVA Hürth präsentierten.
Foto: VolleyballFREAK
Von Anna Neuber
Hürth. In der 3. Liga West marschiert die Bundesliga-Reserve des SVG Lüneburg weiter durch, der Spitzenreiter gewann am Wochenende 3:0 gegen TSC Gievenbeck. Doch die Volleyballer des TVA Hürth bleiben dran und sind mit drei Punkten Rückstand der ärgste Verfolger. Das Team von Trainer Tobias Goerlich entführte am Samstag Punkte vom VfL Lintorf, zwar kassierte der Tabellenzweite nach einer 2:0-Führung noch den Ausgleich (2:2), nahm aber Dank des 3:2 (25:21, 25:22, 22:25, 18:25, 15:13) am Ende dennoch Zählbares mit. „Am Ende saßen alle platt und erschöpft auf dem Hallenboden“, gab Hürths Tobias Goerlich zu.
Personeller EngpassDer Hürther Drittligist war nach mehreren Verletzungen und Krankmeldungen dünn besetzt nach Lintorf gefahren. „Drei Spieler aus der dritten Herren haben unseren Kader noch aufgefüllt“, erklärte Goerlich weiter.

Für den TVA-Coach war deshalb schon unter der Woche, aber auch am siebten Spieltag selber die Neuaufstellung und Orientierung im Zuspiel entscheidend. Und der erstmals auf dieser Position von Beginn an spielende Leo Reona Takezawa machte seinen Job in den ersten Abschnitten gut.

„Wir sind gut reingekommen in die Partie“, lobte Goerlich den Angriff. Und weiter: „Wir haben druckvoll aufgeschlagen, es wirkte schon so, als ob der Gegner verzweifelt.“ Die Gäste aus Hürth führten trotz dünner Personaldecke mit 25:21 im ersten und 25:22 im zweiten Satz. Erst danach wachten die Hausherren auf und hielten dagegen.

Lintorf blühte im dritten Satz auf, „es kamen dann Trommler und mehr Zuschauer in die Halle, unser Gegner hat den Aufschlag verbessert und so zurück ins Spiel gefunden“, bemerkte Goerlich schnell die veränderte Atmosphäre in der Halle und auf dem Spielfeld. Aus Sicht des Hürther Trainers war das der Knackpunkt: „Wir haben den dritten Satz eng und auf dumme Weise abgegeben.“

Lintorf verkürzte auf 1:2, glich danach sogar zum 2:2 aus. Für den vierten und fünften Satz brachte der TVA-Trainer schließlich Fabian Kaiser als Annahme-Außen für Takezawa auf die Zuspieler-Position. „Er ist Universal-Spieler und hat das im Tiebreak gut gemacht, er hat insgesamt fünf direkte Blockpunkte geholt“, sprach Goerlich von entscheidenden Spielmomenten.

Positives Fazit

Im fünften Satz behielten die Hürther die Nerven, setzten sich knapp 15:13 durch. „Das war eine intensive Partie“, betonte Goerlich nach dem Abpfiff, „für uns sind es daher zwei gewonnene Punkte, nicht ein verlorener.“

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