TVA-Volleyballer Hürth erhalten Schützenhilfe und bleiben drittklassig

Von Anna Neuber 

Hürth. Das letzte Heimspiel der Volleyballer des TVA Hürth war schon über eine Stunde beendet, und doch blieben Spieler, Angehörige und Zuschauer in der Halle. Die Atmosphäre der zerstreuten Menge war eine Mischung aus Ruhe, Gelassenheit und Anspannung. Der Grund für das Ausharren: Die Hürther hatten ihre Hausaufhaben mit Bravour erledigt und die TSV Giesen Grizzlys II mit 3:0 (25:21, 25:15, 25:23) nach Hause geschickt. „Das war ein höchst emotionaler Abend“, sagte Trainer Tobias Goerlich direkt nach dem Abpfiff. Das Warten zahlte sich aus: Der TVA bekam Schützenhilfe aus Dortmund (3:1 gegen TSC Gievenbeck) und schaffte dadurch den vorzeitigen Klassenerhalt in der 3. Liga West. 
„Ich bin unglaublich stolz auf meine Spieler“, ließ Goerlich seiner Freude freien Lauf. Auch die Spannung bei den anderen entlud sich, als das positive Signal eintraf. Mit dem Sieg von Dortmund-Hörde war klar, dass Gievenbeck (26) im letzten Spiel nicht mehr zu Hürth (30) aufschließen kann. „Wir kannten jemanden in Hörde, der hat uns die Zwischenstände durchgegeben“, verriet Goerlich.


Großer Jubel


„Wir sind unendlich froh“, war Goerlich von der Stimmung in der Halle und der weiteren Drittklassigkeit begeistert. Die Freude war berauschend. „Es wurde bis in die Morgenstunden gefeiert“, gestand Goerlich am Tag darauf völlig tiefentspannt. Besonderen Anteil am Erfolg hatten die Brüder Moritz und Thorben Burda. „Auch Marcus Degener hatte sich irgendwann auf den starken Aufschlag des Gegners eingestellt“, lobte Goerlich, zollte aber auch dem Gegner Respekt: „Die Grizzlys sind die Mannschaft mit dem besten Aufschlag, gegen die wir in der Saison gespielt haben.“

Doch auch Hürth war aufschlagstark, zwei Serien im zweiten Satz waren der Schlüssel für das 3:0. Degener wandelte einen 6:8-Rückstand in eine 14:9-Führung um, im weiteren Verlauf baute Philipp Wynands den Vorsprung auf 19:9 aus. „Das war ein hartes Stück Arbeit heute“, so Goerlich, „doch das Warten und Ausharren hat sich gelohnt, jetzt wird gefeiert.“

Während das erste Herrenteam ausgelassen den Ligaverbleib bejubelte, wollten die Regionalliga-Spieler von Trainer Markus Bosch ihre Begegnung schnell vergessen. Sie verloren beim SV BW Aasee 0:3 (16:25, 21:25, 15:25). „Münster hat sich drei Bundesliga-Spieler besorgt, um den Abstieg zu verhindern. Die waren von der Aufschlagshärte zu dominant“, erklärte Bosch die überraschende Niederlage des Tabellenzweiten: Hürth II kam nicht richtig ins Spiel. Bosch wusste: „Die Niederlage geht in Ordnung, ist aber eine bittere Angelegenheit.”

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