TVA Hürth will junge Volleyballer ausbilden – Zwei neue Bausteine im Kader

Von ANNA NEUBER

Die zwei besten Mannschaften der Volleyballherren des TVA Hürth sind vor wenigen Wochen abgestiegen, die Trainerposten von TVA I und II wurden inzwischen neu besetzt. Der Umbruch ist vollzogen, der Wandel ist nach dem Doppelabstieg aus der 2. Bundesliga und 3. Liga West in der Volleyball-Abteilung spürbar. Nur ein Jahr nach dem Aufstieg am grünen Tisch verabschiedete sich die Reserve aus Hürth aus der Drittklassigkeit, deren Coach Tobias Goerlich beerbte Gerd Aurbach als Trainer der ersten Herren und agiert damit in der kommenden Saison erneut in der 3. Liga, viele seiner TVA-II-Spieler ebenfalls.

Nach dem Doppelabstieg wird in Hürth erst einmal durchgemischt. Spieler gehen, Spieler kommen, andere treten kürzer. So wie der ehemalige Bundesliga-Kapitän Dominik Werthmann, der nun in der Regionalliga an den Start gehen wird.

Dem TVA steht ein Umbruch bevor und damit zugleich eine Verjüngung. Erfahrene Akteure treten kürzer, ziehen sich zurück. „Wir haben derzeit kaum einen Zwei-Meter-Spieler“, verrät Tobias Goerlich in der aktuellen Sommerpause: Das neue Drittliga-Team wird wohl jünger und kleiner. Doch Goerlich, der für den ebenfalls kürzertretenden und aus familiären Gründen zurückgetretenen Aurbach das Amt an der Seitenlinie übernimmt, sieht in dieser Entwicklung Chancen: „Wir wollen junge Talente heranführen und gemeinsam neue Ziele erreichen in der stark besetzten Gruppe West.“

Die Vorbereitung für die neue Spielzeit läuft bereits erfolgreich an: Zwei Bausteine der neuen Kaderplanung gibt es schon. Mit Philipp Wynands und Fabian Kaiser stehen die ersten Neuzugänge fest. Tobias Goerlich, der neben der neuen ersten Herren auch parallel die vierte Mannschaft betreut, freut sich auf das Duo. Er sagt: „Beide passen hervorragend in unsere Mannschaft.“ Wynands ist gelernter Mittelblocker, er spielte vorher in der dritten Mannschaft Oberliga. Kaiser spielt als Diagonal-Angreifer, der Sportstudent kann aber auch im Zuspiel oder in der Annahme eingesetzt werden und ist enorm variabel. „Er war schon vor zwei Jahren beim TVA“, erzählt Goerlich, „nun kehrt er erfolgreich zurück.“ Vakanzen sieht der Hürther Trainer noch im Zuspiel, auf der Libero- und den Außenpositionen.

Goerlich unterstreicht ganz bewusst das neue Konzept in Hürth, bei dem der direkte Wiederaufstieg in die 2. Bundesliga auf den ersten Blick nicht im Fokus steht. „Wir wollen junge Leute heranführen und Perspektivspieler ausbilden“, setzt er andere Ziele. Nichtsdestotrotz freue man sich auch über erfahrene Spieler und Neuzugänge, die aus höheren Klassen den Weg in Hürth mitbestreiten wollen. Für Goerlich muss es aber auch „zum Team und ins Kollektiv passen.“ Zurzeit trainieren die ersten Herren zwei Mal die Woche, ab August stehen dann drei Termine auf dem Plan sowie erste Testspiele.

Der Umbruch vollzieht sich allerdings nicht nur im ersten Team, auch die Reserve wandelt sich. Fest steht schon bereits jetzt der neue Trainer: Es ist das bekannte Gesicht von Markus Bosch. Im Vorjahr war er der Trainer der dritten Herren, jetzt betreut er das Regionalliga-Team. Auch beim Trainerersatz für die Oberliga-Mannschaft wurde eine schnelle und vereinsinterne Lösung gefunden: Mit David Erven übernimmt ein ehemaliger Spieler das Kommando am Spielfeldrand. „Eine Herausforderung wird noch die Spielersuche für das zweite Team“, glaubt Goerlich. Mit dem Doppelabstieg ändert sich beim TVA Einiges, vor allem bei den Personalien.

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