In den ersten zwei Sätzen den Gegner dominiert, letztendlich bleibt den Hürthern aber nur ein Punkt.
Foto: VolleyballFREAK
Von Anna Neuber
Hürth Gleich zum Beginn der neuen Saison hat der TVA Hürth den ersten Punktgewinn in der 3. Liga West eingefahren. Auf dem Papier glich es einer Niederlage, für TVA-Trainer Tobias Goerlich war es dennoch der erste Hoffnungsschimmer. Nach einer 2:0-Führung gegen den starken ersten Gegner, SF Aligse, vor zwei Jahren freiwillig abgestiegen aus der 2. Bundesliga, kassierte die Mannschaft von Goerlich drei Satzverluste in Folge, vergab zwei Matchbälle und verlor knapp mit 2:3 (25:16, 25:23, 20:25, 25:27, 7:15). Doch ein Punkt ist ein Punkt und direkt zum Auftakt der neuen Spielzeit ein kleiner Mutmacher für den TVA.
Auch die Reserve der Hürther startete mutig am ersten Spieltag der Regionalliga West. Der TVA II gewann am Samstag gegen den RSV Much & Buisdorf mit 3:2 (25:18, 22:25, 21:25, 25:22, 16:14). Der Hürther Heimspieltag hatte mit zehn aufreibenden Sätzen viel zu bieten: „Das war eine richtige Achterbahnfahrt“, offenbarte Goerlich die Höhen und Tiefen der Auftaktspiele. Die Zielsetzung des TVA-Trainers, druckvoll aufzuschlagen, wurde von seinem Team sofort umgesetzt. Adrian Quistorff aus Aligse geriet fortan unter Beschuss. Nach dem 7:7 führte eine Aufschlagserie von Björn Blumtritt den Gastgeber aus Hürth zum 12:7. Marcus Degener brachte den TVA sogar 16:10 nach vorne, Hürth gewann den Abschnitt. „Da hat wirklich alles funktioniert“, lobte Goerlich den gelungenen Start.Im zweiten Satz führte Hürth 9:6 und 14:13, das Spiel wurde ausgeglichener. Hürth setzte sich knapp mit 25:23 durch. Doch die Hausherren behielten nicht die Nerven. Aligse machte immer mehr Druck im Aufschlag, nach dem 11:11 im dritten Satz drehten die Gäste weiter auf. Insbesondere der spätere MVP – diese Auszeichnung wird ab dieser Saison erstmals in der 3. Liga vergeben – Moritz Viemann erhöhte den Druck im Angriff. Er brachte Aligse 16:11 in Front. Goerlich musste nach dem 20:25 zugeben: „Aligse hatte sich besser auf uns eingestellt und verdient gewonnen.“

Besonders ärgerlich für Hürth: Der TVA hatte im Verlauf des Spiels zwei Matchbälle, „hinten raus waren es zwei kleine Fehler von uns, die Aligse den Satz bescherten“, ärgerte sich Goerlich auch über den schwachen Auftritt im Tiebreak (7:15). „Von den vergebenen Matchbällen haben wir uns einfach nicht erholt“, war Goerlich nah dran an weiteren Punkten. Nichtsdestotrotz war Goerlich zufrieden: „Man sieht, dass wir im Sommer gut gearbeitet haben, das macht Mut für den Saisonverlauf.“ Der erste Saisonsieg des Regionalliga-Teams sorgte ebenfalls für gute Stimmung in Hürth.

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