Hürther Volleyballer machen beim Schlusslicht eine richtig gute Figur

Von Anna Neuber

Hildesheim/Essen. Die Volleyball-Mannschaft von Tobias Goerlich hat die traumatische Talfahrt in der 3. Liga West überwunden. Nach fünf Niederlagen in Folge hatte das 3:1 gegen MTV Hildesheim die Kehrtwende gebracht, jetzt schaffte der TVA Hürth den zweiten Streich: Auswärts gegen TSV Giesen Grizzlys II gewannen die Gäste in der mit knapp hundert Zuschauern besuchten Volksbank-Arena Hildesheim mit 3:2 (25:14, 22:25, 20:25, 25:23, 16:14). „Das sind zwei gewonnene Punkt, nicht ein verlorener“, betonte Goerlich am Samstagabend.
Nach der Partie fiel dem TVA-Trainer ein Stein vom Herzen, auf fremdem Terrain machten seine Spieler trotz zwischenzeitlichem 1:2-Rückstand gegen den Tabellenletzten eine gute Figur. „Phasenweise hat wirklich alles geklappt“, freute sich Goerlich vor allem über den mutigen ersten Satz. In nur 18 Spielminuten fertigten die Gäste die Giesener mit 25:14 ab. „Zu diesem Zeitpunkt war es wirklich einseitig“, erklärte Goerlich. Christopher Siebert schlug sieben Mal in Folge erfolgreich auf zum 22:10. Das noch immer sieglose Schlusslicht der Liga war ohne Chance. Doch das sollte sich zumindest kurze Zeit später ändern: Gastgeber Giesen wehrte sich. „Sie haben das Spiel und uns besser gelesen, ihren Block besser positioniert“, sah Goerlich im zweiten Satz einen besseren Gegner. Giesen glich mit dem 25:22 aus. Der anschließende dritte Satz war spannend. „Bis zur Mitte des Satzes war es noch ausgeglichen“, beschrieb Goerlich diesen Abschnitt als überaus eng. Giesens Max Bödder sorgte für das 21:15 und damit für die kleine Vorentscheidung. Hürth lag auf einmal hinten, verlor den Satz 20:25 und dann 1:2 in Rückstand.


Gleichwertige Gegner


Auch im vierten Abschnitt lieferten sich die Drittliga-Teams ein Duell auf Augenhöhe (15:15), ehe Marcus Degener das 20:17 erzielte. Gesucht wurde in dieser Phase in der Hürther Offensive der MVP Moritz Burda.

„Er hat die entscheidende Punkte für uns gemacht“, lobte Goerlich Burdas Engagement in einer Phase, „in der es um Sieg oder Niederlage ging.“ Hürth glich zum 2:2 aus. Marcus Degener legte im Tiebreak auf 6:2 vor, auf der Gegenseite überzeugte Tobias Bödecker (fünf Aufschläge in Folge zum 12:13). Der TVA gewann knapp 16:14 und damit 3:2. „Das war eine tolle Teamleistung“, war Goerlich nach der durchwachsenen Partie erleichtert über zwei Zähler und Platz sechs.

Auch die Reserve-Mannschaft spielte an diesem Wochenende gegen das Tabellenschlusslicht, erlebte dabei aber nicht so eine spielerische Achterbahnfahrt wie die erste Herren. „Diese Begegnung war schnell klar und eindeutig, das freut mich“, galt das Lob von Markus Bosch dem gesamten Team. Der TVA II gewann mit 3:0 (25:20, 25:16, 25:22) beim VV Humann Essen II und ist damit jetzt Tabellenvierter.

„Essen ist in die Jahre gekommen“, schmunzelte Bosch, „und längst nicht mehr so dynamisch wie früher.“ Die Gäste aus Hürth hatten keinerlei Probleme, Bosch ließ alle zehn Spieler auflaufen und wechselte fleißig durch.

„Ich habe mehrere Duos getauscht und bin sehr zufrieden“, freute sich Bosch über den fünften Sieg in der Regionalliga West in dieser Spielzeit.

 

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